Rebels belohnen sich erneut nicht
Die Gäste aus Stuttgart, die heute weiterhin auf Jayden Schubert verzichten mussten, ließen von der ersten Minute an keinen Zweifel daran aufkommen, die Heimniederlage gegen die Vorarlberger wettmachen zu wollen.
Mit Rückkehrer Toni Ritter, der nach Verletzung zurückkehren konnte, und Jannik Herm, der sich das wichtige Auswärtsspiel in Dornbirn nicht nehmen lassen wollte, übernahmen die Rebels schnell die Spielkontrolle.
Schon nach gut einer Spielminute bot sich die Chance zum Überzahlspiel. Roberts Lipsbergs, der Topscorer der Tigers, musste für 2 Minuten auf die Bank. Die Rebels spielten gefällig und zielstrebig. Entsprechend schien es nur Formsache, als sich nach nur 79 Sekunden sogar die Chance für eine 5:3 Überzahl bot. Die daraus resultierenden Chancen konnten aber nicht genutzt werden. Einen Konter der Hausherren konnte Daniel Pronin nur durch einen vermeintlichen Stockschlag entschärfen. Damit war die doppelte Überzahl vorbei.
Im weiteren Verlauf behielten die Schwaben das Heft in der Hand, erspielten sich mehrere Chancen, die jedoch meist an kleinen Ungenauigkeiten scheiterten.
Der Spielverlauf wurde gar auf den Kopf gestellt, als Roberts Lipsbergs einen schweren Fehler im Aufbauspiel mit Glück und Geschick zum 1:0 für die Gastgeber nutzen konnte.
So ging es auch in die erste Pause, bitter für die spielbestimmenden Jungs von Tom Coolen.
Zu Beginn des mittleren Spielabschnitts versuchten die Tigers das Spiel an sich zu reißen. Die Rebls hielten dagegen, übernahmen spätestens mit einer Strafzeit gegen die Tigers in der 23. Spielminute wie der Initiative, konnten aus der Überzahl aber kein Kapital schlagen.
Vielleicht war es bezeichnend für den Spielverlauf: Durch einen Abspielfehler im Aufbauspiel der Gastgeber, bekam Kalvyn Watson, der auch heute wieder sehr auffällig war, die Scheibe genau auf die Schaufel. Er startete durch und schob die Scheibe kompromisslos am Voralberger Torhüter vorbei ins Tor. 1:1 der Ausgleich – zu diesem Zeitpunkt schon sicher mehr als verdient.
In der 39. Minute wurde die Stuttgarter Dominanz dann belohnt. Mack Stewart mit einem Schuss auf’s Tor, den Widhalm nicht festhalten konnte. Jannik Herm stand für den Abstauber bereit. 1:2.
In der 40. Minute allerdings war die Abwehr der Schwaben etwas unsortiert. Der heute überragende Roberts Lipsbergs fackelt nicht lange und trifft in das offene kurze Eck des von Daniel Allavena gehüteten Gästetors. Der Ausgleich in einem psychologisch ungünstigen Moment aus Gästesicht.
Nach der Pause übernahmen die Voralberger die Initiative, die Gäste waren in dieser Phase zu passiv und worden prompt bestraft. Einen schön ausgespielten Konter, konnten die Gastgeber zum erneuten Führungstreffer verwerten. Torschütze zum dritten Mal: Roberts Lipsbergs.
Nur gut zwei Minuten später antizipiert Kalvyn Watson einen schlampigen Pass der Hausherren. Dieses Angebot nimmt er an und vollstreckt eiskalt zum 3:3 Ausgleich. Das Spiel war schon wieder offen.
Am Ende war es eine Strafzeit gegen die Schwaben, die das Spiel entschied. In der 50. Minute verhängte das Schiedsrichter-Duo 2 Minuten wegen Haltens gegen Xaver Tippmann. Zunächst entstand daraus eine gut Breakchance für die Gäste. Einen harten Angriff gegen den durchgebrochenen Watson bewerteten die Schiedsrichter als regelkonform. Kurz danach kamen die Tigers in die Formation und erzielten nach einem ansatzlosen Handgelenksschuss des Ex-Heilbronners Luis Ludin den entscheiden Treffer zum 4:3.
Die Rebels liefen noch mal an, nahmen Daniel Allavena, zugunsten eines sechsten Feldspielers, vom Eis. Alle Bemühungen blieben jedoch erfolglos. So stand am Ende dasselbe Ergebnis auf der Anzeigetafel, wie es bereits in Stuttgart zu lesen war: 3:4 aus Stuttgarter Sicht.
Wie im Heimspiel muss man leider auch heute sagen: Man hat sich durch zu viele Ungenauigkeiten und Fehler in den entscheidenden Momenten selbst geschlagen. Einige Spieler konnten heute die Form der letzten Spiele nicht bestätigen. Somit konnte das Team die Chance auf den Anschluss an die obere Tabellenhälfte heute nicht wahrnehmen.





