Rebels siegen souverän gegen den EV Füssen
Die Rebels heute mit zwei Heimdebütanten: Für Fabian Renner war es das erste Saisonspiel überhaupt, für Jannik Herm das erste vor heimischer Kulisse.
Die Jungs von Tom Coolen zeigten von Beginn an, heute soll es kein knappes Spiel werden. Gleich das erste Bully wurde gewonnen, das ganze Team spielte mit viel Zug nach vorne. So war es nicht wirklich überraschen, dass den Hausherren schon nach 2 Minuten und 11 Sekunden der erste Treffer gelang. Nach guter Vorlage von Vincent Schlenker gelang Daniel Pronin die Scheibenannahme nicht perfekt, vielleicht war es gerade das, weshalb Benedikt Hötzinger im Tor der Füssener überrascht werden konnte, denn nach Scheibenkontrolle schlenzte Pronin blitzsauber ins kurze Eck, 1:0.
Die Rebels blieben dominant, mussten sich zwar gelegentlicher Konter erwehren, standen defensiv aber solide, gewannen auch viele Scheiben an der Bande. Der Lohn des heute körperbetonten, aggressiven Spiels der Rebels war das 2:0 in der 8. Spielminute durch Jannik Herm, der sich mit einer Willensleistung, gegen keinen geringeren als Karel Klikorka, durchsetzen und auch den Füssener Keeper überwinden konnte.
Nur eine gute Minute später musste Elvis Gorontzy-Slack der Strafbank einen Besuch abstatten. Doch die Rebels störten den Spielaufbau der Allgäuer früh und sehr konsequent. Füssen kam kaum in das Angriffsdrittel, an eine Überzahlformation war nicht zu denken, so kompromisslos verteidigten die sehr entschlossenen Rebels.
Im weiteren Verlauf des Drittels wirkten die Rebels jederzeit souverän. Wenn mal ein Angriff der Füssener Richtung Tor kam, wurde er entweder gut verteidigt, oder endete bei Nick Vieregge, der heute das Stuttgarter Tor hüten durfte.
Zwar konnte das Team von der Waldau noch mehrere erfolgversprechende Angriffe fahren, ein weiteres Tor blieb ihnen indes verwehrt. So ging es mit der verdienten 2:0 Führung in die erste Pause.
Auch den zweiten Spielabschnitt begannen die Stuttgarter dominant, erspielten sich mehrere Chancen und belohnten sich nach 22:20 Minuten mit dem 3:0 durch Daniel Pronin, der einen Konter, nach zielgenauer Vorlage von Reagen Poncelet, erfolgreich abschließen konnte.
Um die 25. Spielminute herum konnten sich die Schützlinge von Daniel Jun erstmals für eine kurze Zeit im Stuttgarter Verteidigungsdrittel fest spielen. Echte Torgefahr drohte dadurch aber nicht. Die Rebels wirkten heute sehr konzentriert und entschlossen, insbesondere in der Defensivarbeit.
Umso ärgerlicher war der Anschlusstreffer der Allgäuer. Nur 5 Sekunden vor Schluss des Mitteldrittels, führte der erste gravierende Zuordnungsfehler in der Stuttgarter Hintermannschaft zum 3:1 Anschlusstreffer der Allgäuer. Torschütze war der junge Center Martin Kaaz.
Das Schlussdrittel begann etwas nervös und zerfahren, es gab viele, teils leichte Scheibenverluste auf beiden Seiten. In der 48. Minute trugen die Hausherren einen Angriff dann schnell und mit sehr gutem Auge von Kalvyn Watson vors Tor der Gäste. Jannik Herm, der Heimdebütant, vollstreckte eiskalt zum 4:1. Damit war nach Ansicht vieler Fans „der Fisch geputzt“.
Im weiteren Verlauf bemühten sich die Allgäuer zwar erneut den Anschluss zu schaffen, ernsthafte Chancen blieben aber, auch aufgrund der heute sehr guten Abwehrleistung der Schwaben, Mangelware.
Als Toni Ritter fünfeinhalb Minuten vor Schluss in die Kühlbox musste, machte sich nochmal etwas Nervosität im Stuttgarter Fanblock breit. Der EVF kam aber nur selten in die Aufstellung, zu entschieden verteidigten die Jungs von Tom Coolen.
Als 1 Minute und 52 Sekunden vor Schluss die erste Strafzeit gegen Füssen am heutigen Abend verhängt wurde, war sich auch der letzte Stuttgarter Fan sicher: Das wird der dritte Sieg im vierten Heimspiel, vor immerhin 754 Zuschauern – bisheriger Saisonrekord.
Die Rebels kamen sehr schnell in die Formation, ließ die Scheibe laufen und suchte den freien Mann. Kalvyn Watson nahm sich gut 1 Minute vor Schluss ein Herz und schlenzte die Scheibe Richtung Tor. Keine Sicht für Benedikt Hötzinger, so rutschte die Scheibe etwas glücklich zum 5:1 ins Tornetz.
Unterm Strich ein hochverdienter Sieg, der insbesondere der besten Defensivleistung der Saison zu verdanken ist. Die Chancenverwertung bleibt zwar nach wie vor ein Schwachpunkt, war heute, insbesondere Dank Jannik Herm und Daniel Pronin, die jeweils zwei Mal trafen, aber etwas besser als zuletzt.
Sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl 100% Quote machen Mut, insbesondere vor dem Hintergrund einer erkennbaren, stetigen Steigerung des gesamten Teams.




