Comeback in Erding missglückt.
Das Spiel in Erding begann für die Rebels denkbar unglücklich. Kaum waren 10 Sekunden gespielt, schon musste Stewart auf die Sünderbank. Doch das Team von der Waldau überstand das Unterzahlspiel ohne Gegentreffer.
Kaum war Stewart zurück auf dem Eis, passierte den Erdingern ein Wechselfehler. Das daraus resultierende Überzahlspiel für die Landeshauptstädter war sehr ansehnlich, jedoch nicht von Erfolg gekrönt.
In der 6. Minute musste schon wieder ein Schwabe auf die Bank, doch auch dieses Powerplay der Bayern konnten die Jungs von Tom Coolen schadlos überstehen.
In der 11. Minute war es dann so weit, nach mehreren guten Chancen, die das Team von der Waldau nicht nutzen konnte, bei einem Schuss von der Blauen Linie wurde Nick Vieregge im Stuttgarter Kasten die Sicht genommen, Leon Sivic fälschte ab, und so kullerte die Scheibe zum 1:0 für die Gastgeber ins Tor.
Die Rebels blieben offensiv aktiv, konnten aber einmal mehr eine gute Einschusschance nicht verwerten. Kurz darauf gewann das Team von John Sicinski – einst Spieler in Stuttgart – ein Bully im Angriffsdrittel. Buster Larsson übernahm die Scheibe und schlenzte sie ins – aus Spieler Sicht – obere linke Eck, über die Stockhand von Nick Vieregge – 2:0.
Eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr brachte dann in der 19. Spielminute gar noch das 3:0 aus Sicht der Erdinger. Torschütze wiederum der junge Leon Sivic.
Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts kam das Team vom Fernsehturm deutlich aktiver aufs Eis. Das sollte sich auch schnell auszahlen: Der Versuch eines Gegenangriffs der Bayern wurde von Jayden Schubert abgefangen, von Pistilli aufs Tor weitergeleitet, und – weil Zabolotny die Scheibe nicht fixieren konnte – gelang Watson der Anschlusstreffer durch einen Abstauber.
Und nicht nur das, nur 36 Sekunden später traf Mack Stewart ins Tor. Vorausgegangen war ein Schuss von Owen Lalonde von der blauen Linie, Stewart konnte die Scheibe unhaltbar für Zabolotny abfälschen: 2:3 aus Sicht der Schwaben.
Das gefiel John Sicinski gar nicht, er zog eine Auszeit, um sein Team taktisch neu einzustellen. Dennoch blieb das Team von der Waldau dominant, wenngleich Erding hier und da gefährliche Vorstöße gelangen.
In der 37. Minute schickten die Schiedsrichter den zweifachen Torschützen Sivic auf die Strafbank – eine große Chance für die Rebels auszugleichen. Wieder fand man schnell in die Formation, spielte die Überzahl sehr gut aus, doch es gelang wieder kein Treffer. Erst 4 Sekunden nachdem Sivic wieder auf dem Eis war, fand ein Schuss von Lalone von der blauen Linie sein Ziel. Elvis Gorontzy-Slack hatte Zabolotny erfolgreich die Sicht genommen. 3:3, das Spiel war wieder komplett offen.
In den Schlussabschnitt starten die Rebellen genau so, wie sie das 2. Drittel beendet hatten, aktiv, mit Vorwärtsdrang, ohne die Abwehr zu entblößen. Sie blieben die spielbestimmende Mannschaft.
In der 47. Spielminute belohnten sich die Schwaben für ihren Einsatz. Mack Stewart trug die Scheibe mit viel Energie ins Angriffsdrittel, legte zurück auf Daniel Pronin, der mit seinem One-Timer unhaltbar in die – vom Torhüter aus gesehen – rechte obere Ecke traf. Spiel gedreht und nur noch gut 13 Minuten zu spielen.
In der 54. Minute konnte David Kirchhoff Olivier Pouilot nur durch ein Foul stoppen. Wieder mussten die Rebels in Unterzahl spielen. Den Bayern gelang es in der 55. Minute durch Larsson die Scheibe vors Tor zu bringen. Ein Stuttgarter Schläger lenkte die Scheibe hinter Nick Vieregge ins Tor. Allerdings hätte Roman Zap ohnedies bereitgestanden, um die Scheibe ins Tor zu befördern.
Bis zur Schlusssirene blieb es beim Spielstand von 4:4.
Die Overtime wurde von den Stuttgartern komplett dominiert. Diese Dominanz endete erst, als 1:02 Minuten vor dem Ende eine Strafzeit gegen Toni Ritter verhängt wurde.
Das Schicksal nahm seinen Lauf, nur 11 Sekunden nach der Herausstellung verwandelte erneut Leon Sivic, diesmal auf Zuspiel von Olivier Puoilot.
Selbst John Sicinski sagte nach dem Spiel auf der Pressekonferenz: „Es wäre nicht unverdient gewesen, wenn Stuttgart alle drei Punkte mitgenommen hätte“. Dennoch darf das Team von Tom Coolen voller Stolz nach Hause fahren, denn es gelingt nicht alle Tage einen 0:3 Rückstand zu drehen. Wenn man dann trotzdem unglücklich verliert, tut das natürlich doppelt weh.
Mit einem 4 Punkte Wochenende dürften die Rebels unterm Strich dennoch zufrieden sein.





