Rebels Siegreich gegen Höchstadt
Die Hausherren starteten sehr zielstrebig in die Partie gegen das Team aus dem Frankenland. So offensiv und druckvoll, dass dem Gästetrainer bereits nach knapp vier Minuten offenbar angst und bange wurde, denn er nahm eine Auszeit – ungewöhnlich zu so einem frühen Zeitpunkt.
Zwar bleiben die Rebels die spielbestimmende Mannschaft, es waren aber immer wieder kleine Ungenauigkeiten, die einerseits den Torerfolg verhinderten, andererseits den Höchstadtern immer wieder die Chance für gefährliche Nadelstiche gaben.
In der zwölften Minute trugen die Schwaben wieder einmal einen Angriff schnell nach vorne, der scheibenführende Vincent Schlenker verzögerte gekonnt, suchte den Mitspieler und fand mit einem blitzsauberen Pass Owen Lalonde, der sich aus dem Schatten der Abwehr der Franken vor das Tor schleichen und unwiderstehlich einnetzen konnte. Keine Chance für den Gästekeeper.
Keine zwei Minuten später, die Rebels hatten mit viel Geduld einen Angriff eingeleitet, Ausgangspunkt war Matt Pistilli, der Tempo aufnahm und mit einem Rückpass für Platz sorgte. David Kirchhoff spielte einen schönen Pass auf Elvis Gorontzy-Slack, der spielt sich fast bis zur Torlinie durch, und bedient dann mustergültig, den heute als Verteidiger aufgebotenen, Captain Matt Pistilli. Der etatmäßige Stürmer lässt sich diese Chance nicht entgehen und netzt zum 2:0 ein.
Gemessen an den Chancen, bei denen die Gastgeber sage und schreibe drei Mal das Gestänge trafen, hätte es nach dem ersten Spielabschnitt durchaus 4:1 stehen können. Die fehlende Effektivität im Abschluss ist jedoch kein neues Thema des von Tom Coolen trainierten Teams.
Das zweite Drittel spielten die Hausherren weiterhin druckvoll, mit Zug zum Tor. Die Dominanz aus dem ersten Spielabschnitt konnten sie zwar nicht mitnehmen, blieben aber am Drücker. Auch eine Herausstellung gegen Elvis Gorontzy-Slack überstanden die Stuttgarter recht souverän.
Das Spiel wogte hin und her, die Gäste erarbeiteten sich immer wieder gute Einschussmöglichkeiten, die Hausherren standen dem aber kaum nach.
Trotz teilweise bester Einschussmöglichkeiten blieb der mittlere Spielabschnitt torlos. So ging es bei unverändertem Spielstand, dem 2:0 für Stuttgart, erneut in die Kabinen.
Die Pausendiskussion der Fans war ziemlich einhellig: „Jetzt das 3:0, dann ist „der Fisch geputzt“, kommt das 2:1 wird’s, trotz der bisherigen Dominanz, nochmal spannend.“
Der Schlussabschnitt begann bitter für die Hausherren. Zunächst pariert Daniel Allavena einen Schuss von der blauen Linie souverän. Sekunden später ergibt sich die nächste Chance für die Franken, Verteidiger Hane wirft die Scheibe Richtung Tor, die Rebels-Verteidigung steht nicht perfekt, so können Malinowski und Harrogate frei vor dem Tor agieren. Der Kanadier war es, der die Scheibe letztendlich ins Tor bugsiert.
Der Anschlusstreffer gab den Alligators logischerweise deutlich Auftrieb. Die Waldau-Rebellen ließen sich aber nicht entmutigen, erspielten sich weitere Chancen.
Es blieb ein schnelles, abwechslungsreiches Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Keines der Teams schaffte es eine der guten Chancen in ein Tor umzumünzen. So blieb es – aus Sicht der Stuttgarter Fans – viel zu lange viel zu spannend.
Ein Wechselfehler der Mannen von Morgan Persson brachte die Gäste in der 53. Minute dann auf die Verliererstraße.
Zunächst wurde, nach guter Aufstellung in Überzahl, die Scheibe von einem Schiedsrichter unglücklich abgefälscht. Dies führte zu einer Konterchance für Höchstadt. Es war wohl ausgleichende Gerechtigkeit, dass Brendan Harrogate mit seinem gewaltigen Schuss nur das Stuttgarter Gehäuse traf. Daniel Allavena hatte die Scheibe mit seiner Fanghand noch entscheidend abgefälscht.
Im Gegenzug war es Kalvyn Watson, der nach zielgenauem Zuspiel von Mack Stewart, seine Torjäger-Qualitäten unter Beweis stellte. Kurz verzögernd wartete er den Moment ab, bis Nico Zimmermann im Tor der Franken nicht mehr sicher sein konnte, ob Watson abspielt oder direkt schießt. Der Torjäger entschied sich für den Direktschuss ins kurze Eck – kaum eine Chance für den starken Torwart der Gäste.
Nicht wenige im Stadion sahen dies als die Vorentscheidung. Doch die Hausherren machten es nochmal spannend. Ein Unkorrekter Körperangriff gegen Eriksson bedeuteten für Watson 2 Minuten in der Kühlbox.
Morgan Persson reagierte und nahm seinen Torhüter vom Eis. Die bedeutete vier Feldspieler der Rebels gegen sechs der Alligators. Mit vereinten Kräften und viel Kampfgeist retteten die Rebels den zwei Tore Vorsprung über die Zeit.
Damit gehen die Rebels auf dem 8. Tabellenplatz in die Deutschland-Cup Pause. Mit dieser Platzierung liegen die Landeshauptstädter definitiv im oberen Bereich dessen, was man vor der Saison als realistisch ansehen durfte, und befinden sich auf einem guten Weg.





