Auch Heimauftakt missglückt

Nach dem vergeigten Auftakt auswärts in Peiting ging es nun für die Rebels darum, zu Hause eine Antwort zu liefern und zu zeigen, dass man die Leistungen der Pre-Season auch in die Meisterschaftssaison übertragen kann. Im Tor starten für die Rebels Daniel Allavena, und vom Kooperationspartner aus Freiburg kommen Maik Hess und Milan Klein.

Spielbericht

Erstes Drittel

Das erste Drittel des ersten Heimspiels der neuen Punkterunde begann ziemlich temporeich. Die Tigers aus Dornbirn drückten von Beginn an aufs Tempo, mehr Spielkontrolle hatte aber das Heimteam.

Nach gut 3 Minuten sah der Schiedsrichter einen Stockschlag und schickte den Rebels Kapitän für 2 Minuten auf die Strafbank. Die Vorarlberger versuchten schnell in die Formation zu kommen, gaben auch einen gefährlichen Schuss auf das heute von Daniel Allavena gehütete Tor ab. Die Aufstellung zu halten, gelang aber nur kurz, denn die Rebels störten konsequent, konnten die Scheibe ergattern und zum gestarteten Vincent Schlenker spielen. Der nutzte die Chance mit etwas Glück zum 1:0 – ein Shorthander.

Nach rund 6 Minuten konnte Daniel Pronin die Scheibe an der eigenen blauen Linie abfangen und alleine auf den Gästegoalie zulaufen, scheiterte aber.

Nur gut zwei Minuten später gelang den Schwaben erneut ein Durchbruch, nach schönem Pass von Watson scheiterte Zoweil mit etwas Pech am Pfosten. Nur Sekunden später machte die Rebellen es besser: Elvis Gorontzy-Slack trug einen Angriff blitzschnell nach vorne und hatte dann das Auge für Reagen Poncelet, der eiskalt zum 2:0 verwandelte.

Nach gut elf Minuten bot sich den Schwaben erstmals die Möglichkeit zum Powerplay – Lindström hatte ein Foul begangen. Phasenweise war das Überzahlspiel sehr ansehnlich, indes es fehlte, trotz mehreren Einschussmöglichkeiten, der krönende Abschluss.

Im weiteren Verlauf blieb es ein munteres, schnelles Spiel. Es kam zu Einschussmöglichkeiten auf beiden Seiten, bis zum ersten Pausentee blieb es jedoch beim 2:0, den Watson scheiterte 2 Sekunden vor Drittelende an guten Tigerskeeper.

Zweites Drittel

Nach rund 23 Minuten musste wieder ein Gästespieler auf die Bank. Erneut gelang den Rebels immer wieder ein gutes Positionsspiel, aber auch diesmal gelang es nicht die Scheibe im Tigers Tor unterzubringen.

Ungefähr in der Mitte des 2. Spieldrittels verloren die Rebels etwas den Faden, und so kamen die Vorarlberger zum Anschlusstreffer durch Lindström. Ein sehr gut herausgespieltes Tor.

Jetzt schnupperten die Mannen aus Dornbirn Morgenluft, blieben immer aggressiv und pfeilschnell. Nach 36 Minuten wurden sie belohnt, Nico Kramer, vor dem Tor stehend blitzsauber angespielt, musste nur noch den Stock hinhalten. 2:2 die Partie war wieder völlig offen.

Die Dornbirner kamen immer wieder mit Nadelstichen, aber auch Stuttgart hatte immer wieder Zug zum Tor und wurden 3 Sekunden vor Ende des Drittels mit dem 3:2 Führungstreffer belohnt. Matt Pistilli bediente Jayden Schubert mustergültig. Der ließ sich nicht zweimal bitten.

Drittes Drittel

In den ersten fünf Minuten des Schlussdrittels versuchte die Heimmannschaft zum 4. Treffer zu kommen, das Spiel möglicherweise bereits zu entscheiden. Leider wurden mehrere Einschussmöglichkeiten verpasst, beziehungsweise vom guten Gästekeeper Reichhalter verhindert.

Als nach etwa 45 Minuten Jayden Schubert die Strafbank drücken musste, machte Dornbirn nochmal Druck, hatte beste Einschussmöglichkeiten, die von Daniel Allavena jedoch vereitelt wurden. So überstanden die Schwaben die Unterzahl.

Nach 53:19 Minuten musste ein Tigers-Spieler wegen hohen Stocks in die Kühlbox. Die Riesenchance das Spiel zu entscheiden. Entsprechend nahm Tom Coolen eine Auszeit.

Wieder brachte das Überzahlspiel nichts ein, trotz der einen oder anderen Torchance. Und dann kam es, wie es nicht selten passiert: wer Chancen nicht nutzt wird bestraft.

Die Tigers hatten ihren Torhüter erst seit wenigen Sekunden gezogen, da traf Luis Ludin zum 3:3, indem er einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar abfälschte.

Aber es kam noch bitterer, beim Versuch sich im Drittel festzusetzen um das 4:3 zu erzielen, erobert Janick Wernicke an der eigenen blauen Linie die Scheibe und läuft durch. Mit einem schönen Move lässt er Allavena stehen und schiebt ein, plötzlich steht es 3:4.

Ein letzter Versuch den Ausgleich zu erzielen, Tom Coolen zieht den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspielers. Aber das Glück war dem Team von der Waldau nicht hold. Somit konnten die Tigers ihr 1. Wochenende in der Oberliga Süd sehr erfogreich zu Ende bringen.

Am kommenden Freitag um 19.30 Uhr ist die Mannschaft aus Höchstadt zu Gast auf der Waldau.