Verdienter 3:2 Heimsieg gegen Lindau Islanders

Die Stuttgart Rebels haben sich in einem intensiven Duell gegen die EV Lindau Islanders mit einem 3:2-Heimsieg belohnt. Nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen wollte das Team vor heimischer Kulisse zurück in die Erfolgsspur finden. Mit 651 Zuschauern in der Eiswelt Stuttgart und Kimi Saffran (Föli Jungadler Mannheim) im Tor sollte endlich wieder ein Sieg her.

Spielverlauf

Erstes Drittel

Die Rebels starteten zielstrebig in die Partie und übernahmen von Beginn an die Initiative. Stuttgart suchte konsequent den Weg in den Slot und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus. Bereits nach 4:16 Minuten mussten die Gäste eine Strafe hinnehmen, als Marvin Wucher wegen Hakens auf die Strafbank musste. Die Rebels nutzten das erste Powerplay jedoch nicht zur Führung, da Keanu Salmik im Tor der Islanders mehrfach glänzend parierte.

Das Spiel entwickelte sich mit klarem Übergewicht für die Hausherren. Salmik verhinderte mit starken Reflexen mehrfach den frühen Stuttgarter Jubel, während Kimi Saffran auf der Gegenseite alle Lindauer Annäherungsversuche sicher entschärfte. Die Gäste kamen im Verlauf des Drittels besser ins Spiel und erarbeiteten sich ebenfalls gute Möglichkeiten. Beide Torhüter zeigten jedoch Topleistungen und hielten ihre Mannschaften im Spiel. Trotz des Chancenplus der Stuttgarter ging es torlos in die erste Pause.

Zweites Drittel

Das mittlere Drittel nahm dann richtig Fahrt auf. Lindau erhöhte die Laufbereitschaft deutlich und kam nun mit mehr Druck. Nach 27:06 Minuten fiel die Führung für die Gäste: Leon Sivic nutzte eine günstige Situation im Stuttgarter Drittel zur 0:1 Führung, vorbereitet von Marcus Marsall und Lukas Bender. Die Islanders hatten damit eine ihrer wenigen klaren Chancen eiskalt genutzt.

Die Antwort der Rebels folgte jedoch mit beeindruckender Konsequenz. Ein schnell vorgetragener Angriff über Dane Montgomery und Alex Blais brachte bereits nach 34:31 Minuten den Ausgleich: Jannik Herm verwandelte aus zentraler Position zum 1:1. Stuttgart riss das Spiel sofort wieder an sich und presste hoch, was Lindau zu Fehlern im Aufbau zwang.

Dann folgte der Moment, der die Halle zum Kochen brachte: In der 37:04 Minute kassierte Jannik Herm eine Strafe wegen Behinderung. Doch statt in Unterzahl in die Defensive zu gehen, ging Stuttgart nach vorn. Nico Geidl antizipierte ein Zuspiel perfekt, ging auf und davon und überwand Salmik trocken zum 2:1 (37:38). Dieser Shorthander, vorbereitet von Matthew Pistilli und Dane Montgomery, war der emotionale Wendepunkt im Spiel. Er brachte nicht nur die Führung, sondern auch die Kontrolle über das Momentum auf die Stuttgarter Seite.

Die Rebels kassierten kurz darauf eine unnötige Strafe durch Leon Kreps (39:24, Bandencheck), doch die Mannschaft verteidigte mit enormer Entschlossenheit. Saffran blieb derweil der Fels in der Defensive und vereitelte mehrere gefährliche Angriffe der Islanders spektakulär. Mit der knappen 2:1-Führung und einem Schussverhältnis von 16:15 im zweiten Drittel ging es in die zweite Pause.

Drittes Drittel

Das letzte Drittel wurde zum echten Kampf der Kräfte. Lindau warf nochmals alles nach vorn, um das Spiel zu drehen. Die Rebels verteidigten zunächst ihr Drittel kompakt und setzten über Toni Ritter, Matthew Pistilli und den auffälligen Jayden Lammel immer wieder gefährliche Gegenstöße.

In der 47:21 Minute musste Robin Wucher auf Lindauer Seite wegen übertriebener Härte auf die Strafbank, doch die Rebels konnten daraus kein Kapital schlagen. In der 53:14 Minute kassierte dann Alex Blais eine Strafe wegen Stockschlags. Doch nach einem aggressiven Forecheck der Islanders gelang den Gästen in der 44:39 Minute der Ausgleich: Eetu Elo nutzte einen Abpraller im Slot zum 2:2, vorbereitet von Dominik Grafenthin und Nicolas Strodel.

Statt zu hadern, übernahm Stuttgart sofort wieder die Initiative. Die Rebels belohnten sich in der 57:21 Minute mit einer erneuten Strafe für Lindau (Andreas Farny wegen Stockschlags) und dem entscheidenden Treffer: In Überzahl setzte sich Dane Montgomery durch und bediente Jayden Lammel, der unhaltbar zur erneuten Führung abfälschte (57:32). Neben Montgomery wurde auch Alex Blais mit einem Assist belohnt.

Die Schlussminuten wurden zum Kraftakt. Lindau nahm in der 58:45 Minute den Torhüter vom Eis und drückte mit sechs Feldspielern vehement auf den Ausgleich. Die Rebels blockten Schüsse, gewannen Zweikämpfe in den Banden und hielten das Angriffsdrittel sauber. Mit der finalen Sirene stand ein verdienter 3:2-Erfolg, der vor allem von Entschlossenheit, taktischer Reife und eiskalt genutzten Momenten geprägt war.

Die Rebels zeigten in allen Mannschaftsteilen eine starke Leistung. Kimi Saffran machte mit 30 Paraden bei 32 Schüssen (93,8 Prozent Fangquote) den Weg zum Sieg frei, während die Mannschaft in der Offensive zum richtigen Zeitpunkt zuschlug und sich auch von Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen ließ. Dieser Sieg ist damit nicht nur ein verdienter, sondern auch ein charakterstarker Erfolg.

Spieldaten im Detail

Aufstellungen

Stuttgart Rebels: Kimi Saffran (Start), Nick Vieregge – Alex Blais, Dane Montgomery, Jayden Lammel, Matthew Pistilli, Jannik Herm, Toni Ritter, Nico Geidl, Florian Renner, Fabian Renner, Maxime Bickel, Calvin Fischer, Nolan Renke, David Kirchhoff, Aleksandrs Kohans, Daniel Pronin, Maik Hess, Denis Root, Leon Kreps, Emre Yamak

EV Lindau Islanders: Keanu Salmik (Start), Daniel Filimonow – Nicolas Strodel, Eetu Elo, Leon Sivic, Valentin Busch, Zan Jezovsek, Andreas Farny, Christopher Lawlor, Steffen Tölzer, Marcus Marsall, Dominik Grafenthin, Lukas Bender, Robin Wucher, Marvin Wucher, Corvin Wucher, Fabian Baßler, Patrick Raaf-Effertz, Jonas Müller, Marvin Feigl, Damian Schneider

Tore

EV Lindau Islanders: Sivic (27:06), Elo (44:39)

Stuttgart Rebels: Herm (34:31), Geidl (37:38), Lammel (57:32)

Strafen

EV Lindau Islanders: 6 Minuten

Stuttgart Rebels: 6 Minuten

Zuschauer: 651

Schiedsrichter: Robert Ruhnau, Dominik Spiegl

Linienrichter: Patrick Mylius, Yannick Schmitt