Saisonauftakt erneut nicht gelungen

Trotz engagierter Teamleistung geht das erste Punktspiel der Saison erneut verloren. Wenngleich der Sieg der Peitinger in Ordnung geht, er fiel – auch aus Sicht der Peitinger Kommentatoren – zu hoch aus. Am Sonntag gilt es die gute Leistung zu wiederholen und die Punkte auf der Waldau zu behalten. Gegner ist der Liga-Neuling aus Österreich, die Tigers aus Dornbirn.

Spielbericht

Erstes Drittel

Das Spiel der Peitinger gegen die Rebels aus Stuttgart begann, wie erwartet, intensiv. Die Gastgeber waren zunächst dominant, was in einer Strafzeit gegen Kalvyn Watson mündete. Die Strafzeit überstanden die Stuttgarter, dank solider Abwehrarbeit, unbeschadet.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Peiting offensiv aktiver, die Rebels defensiv stabil, aber offensiv immer wieder gefährlich.

Nach 8 Minuten und 51 Sekunden musste der Peitinger Lukas Gohlke wegen Beinstellens für 2 Minuten vom Eis. Nach exakt 10 Minuten führte das erste Stuttgarter Überzahlspiel der Punkterunde zum Treffer. Nach einem tollen Schuss von Mack Stewart lenkte Elvis Gorontzy-Slack zum 1:0 für das Team vom Fernsehturm ab.

Es dauerte genau 37 Sekunden, bis die Oberbayern eine Antwort gaben. Nikita Naumann erzielte mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie den verdienten Ausgleich.

Die Schwaben ihrerseits verteidigten weiterhin sehr konsequent das Mitteldrittel, überspielten andererseits die neutrale Zone sehr schnell. Dies führte nach brillanter Vorarbeit von Kalvyn Watson zum 2:1 Führungstreffer durch Mack Stewart, der den Schuss seines Landsmanns Watson perfekt abfälschte. Keine Chance für Oswald im Tor der Oberbayern.

Nach 14 Minuten und 55 Sekunden kam’s Dicke für die Schwaben: 2 Strafzeiten in der selben Sekunde. Das bedeutete zwei Minuten lang drei gegen fünf Feldspieler aus Sicht des Teams von der Waldau. Einerseits war die Spielweise der Mannen von der Peitnach etwas zu statisch, andererseits verteidigte das Team von Tom Coolen hervorragend. So blieb es bei der Führung der Gästemannschaft.

Mit diesem Spielstand ging es auch zum ersten Mal in die Kabinen.

Zweites Drittel

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts baute das „Gallische Dorf“, wie die Peitinger sich selbst gerne nennen, etwas mehr Druck auf. Die Waldau-Cracks taten sich damit zunächst etwas schwer, fanden aber wieder zu ihrem Spiel. Die Partie blieb jedoch etwas zerfahren.

4:28 Minuten waren im zweiten Drittel gespielt, als die Rebels die nächste Möglichkeit in Überzahl bekamen. Aber es kam ganz anders: nur 11 Sekunden dauerte es, bis die „Gallier“ zu einem Shorthander kamen. Ausgangspunkt war ein Scheibenverlust im Angriffsdrittel, MacKinnon spielt den Break konsequent zu Ende und schließt zum 2:2 ab.

In der Folge entwickelte sich eine sehr intensive Partie. Zwischen der 30. Und der 35. Minute spielten die Rebels permanent in Überzahl, phasenweise sogar mit fünf gegen drei Feldspieler. Trotz teilweise sehr guten Powerplays gelang ihnen jedoch kein Treffer, immer wieder stand ein Peitinger im Weg.

Fast genau zwei Minuten vor Ende des Drittels musste sich Xaver Tippmann auf die Strafbank verabschieden. Auch diese Unterzahl überstanden die Schwaben unbeschadet. Damit ging das Drittel mit 1:0 an die Oberbayern.

Drittes Drittel

Das Schlussdrittel begannen die Peitinger sehr aggressiv, wollten schnell das Führungstor erzwingen. Doch die Spieler von der Waldau übernahmen immer mehr die Initiative, dominierten das Spiel teilweise. Nach gut 46 Minuten bot sich eine 100%ge Einschusschance, die jedoch nicht verwertet wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatten Gäste die Spielkontrolle übernommen.

Nach knapp 48 Minuten eine Anmerkung der oberbayrischen Sprade-Reporter: „Big Nick“. Im weiteren Verlauf der Strafzeit gegen die Landeshauptstädter nahm das Schicksal jedoch seinen Lauf. Genau 10 Sekunden nach diesem Lob rutschte die Scheibe zur 3:2 Führung hinter Nick Vieregge ins Netz. Lukas Gohlke tippte den Schuss von John MacKinnon glücklich ins Tor der Gäste.

Als Lubor Dibelka nur 43 Sekunden später, nach einem Konter auf 4:2 stellte, schien das Spiel entschieden. Das Team um den Captain Matt Pistilli bäumte sich aber auf, ließ sich nicht entmutigen, erspielte nochmals Torchancen, die jedoch samt und sonders vom jungen Torhüter der Gallier entschärft wurden, oder knapp am Tor vorbei gingen.

Adam Zoweil war es, der bei einem Abwehrversuch die Scheibe ganz unglücklich exakt auf die Schaufel von John MacKinnon spielte. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten, verwandelte eiskalt gegen ein Gästeteam, bei dem die Kräfte, nach einem sehr intensiven und hochklassigen Oberligaspiel, zuletzt sichtbar schwanden.

Als Davis Kirchhoff nach 57:22 Minuten auf die Strafbank musste, brauchten die Oberbayern nur 7 Sekunden, um einen weiteren Treffer zu erzielen. Damit war das Spiel endgültig entschieden. Obwohl die Schwaben noch einmal die Chance auf ein Powerplay bekamen, die Luft war raus.

Am Ende war es ein verdienter Sieg der „Gallier“, der jedoch zu hoch ausfiel, wenn man den gesamten Spielverlauf betrachtet. Ein Blick auf das Schussverhältnis zeigt: es wäre mehr drin gewesen. Bartholomäus Oswald im Tor von Peiting zeigte aber eine überragende Leistung. Das ersatzgeschwächte Team von Tom Coolen zeigte, trotz der Niederlage, eine sehr engagierte Leistung und kann erhobenen Hauptes die Rückreise antreten.