Rebels schenken Spiel in 5 Minuten her
Das erste Drittel begann mit viel Tempo, war aber auch auf beiden Seiten von vielen Ungenauigkeiten geprägt. So ging es hin und her, wobei den Rebels insgesamt der etwas klarere Spielaufbau gelang. Beim Forechecking konnten die Stuttgarter ebenfalls viele Scheibengewinne verbuchen.
Besonders positiv ist zu verbuchen, dass die Schützlinge von Tom Coolen viele Schussmöglichkeiten genutzt, und Marco Eisenhut im Tor der Drei-Flüsse-Städter immer wieder zu Paraden gezwungen haben.
Als man sich schon langsam mit einem 0:0 nach dem ersten Drittel anfreunden wollte, führte eine Unaufmerksamkeit im Defensiv-Spiel zum Konter durch Grady Hobbs, der kompromisslos verwertete. 1:0 für Passau, trotz spielerischer und eindeutiger Schussüberlegenheit (18:9) im ersten Drittel.
Knapp 5 Sekunden vor dem Ende des ersten Spielabschnitts kam es zu einer Doppelstrafe gegen Passau.
Das zweite Drittel begann entsprechend mit einer 5:3 Überzahl für die Gäste. Die wurde zwar sehr dominant ausgespielt, führte aber nicht zum Tor.
Im weiteren Verlauf übernahmen die Rebels mehr und mehr die Spielkontrolle, dominierten das Spiel. Nach einem sehr schön ausgeführten Angriff der Rebels, den Xaver Tippmann, mit Hilfe eines Passauer Abwehrspielers, im Tor unterbrachte.Durch den Ausgleich war das Match nun auch vom Spielstand her wieder völlig offen.
Die Gäste bleiben dominant und schließen einen mustergültig vorgetragenen Angriff zum 1:2 ab.
Weiterhin dominieren die Schwaben das Spiel, können aber einmal mehr eine Überzahl nicht nutzen. Kurz vor Ande des zweiten Abschnitts erneut ein Powerplay für die Rebels. Diesmal wird die Überzahl ausgenutzt. Owen Lalonde leitet die Scheibe zu Kalvyn Watson weiter, Jayden Schubert fälscht die Scheibe 2 Sekunden vor der Pausensirene ins Tor ab. Somit gehen die Gäste mit einem 3:1 Vorsprung in die Kabine.
Zu Beginn des Schlussdrittels legen die Passauer los, wollen den Rückstand unbedingt aufholen. Der Anschlusstreffer gelingt den Hausherren schon nach 19 Sekunden. Wiederum war es Grady Hobbs, der mit einem ansatzlosen Schlenzer ins Stuttgarter Tor traf.
Dieser Treffer traf die Gäste offenbar ins Mark. Es lief nicht mehr viel zusammen. Als in der 44. Minute Kalvyn Watson auf die Bank musste, witterten die Bayern Morgenluft. Schnell kamen sie zu einer Chance und Stuttgart hatte Glück, dass die Schiedsrichter ein Foul vor dem Tor gegen einen Passauer nicht ahndeten. Dennoch dauerte es nur wenige Sekunden, bis erneut Grady Hobbs den Ausgleich erzielte. Ein blitzsauberer Handgelenksschuss, den Daniel Allavena nicht rechtzeitig sehen konnte, fand sein Ziel.
Genau 5 Sekunden später: Stuttgart gewinnt das Bully, bevor aber ein Stuttgarter Spieler die Scheibe erreicht, ist Andrew Schembri dazwischen, spielt einen Doppelpass mit Mössingerund verwandelt eiskalt zum 4:3.
Die Schwaben sichtlich konsterniert, Tom Coolen nahm eine Auszeit und in der Folge wurde sein Team auch wieder dominant. Man erarbeitete sich sehr gute Möglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Der Druck auf das Passauer Tor nahm zu, Marco Eisenhut, der das Passauer Tor heute hervorragend hütete, vereitelte die Einschussmöglichkeiten jedoch.
Nachdem sich zwei Stuttgarter unglücklich gegenseitig umrannten, gelang Andrew Schembri die perfekte Vorlage für Leonard Mössinger, der das vorentscheidende 5:3 erzielte.
Zu Beginn der 59. Spielminute verhängten die Schiedsrichtererneut eine 2 Minuten Strafe gegen Passau. Wiederum Überzahl für die Cracks von der Waldau. Tom Coolen zog den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers.
Nur 24 Sekunden später gab es eine 2+2 und eine 2 Minuten Strafe gegen die Baden-Württemberger. Obwohl die Schwaben den Torhüter wieder aufs Eis holten, dauerte es nur 12 Sekunden, ehe die Passauer die Scheibe erneut im Gästetor versenken konnten. Klavs Planics war der letzte Torschütze in diesem Spiel. 6:3 gewannen die Drei-Flüße-Städter gegen die Rebels.
Bei einem Schussverhältnis von 58:27 zugunsten der Schwaben, muss man leider sagen: Mangelnde Chancenverwertung, ineffizientes Überzahlspiel und ein überragender Marco Eisenhut im Passauer Tor, dürften heute die Schlüssel für die Niederlage der Schwaben sein.




