Overtime-Sieg in Peiting: Rebels gewinnen 3:2

Nach dem deutlichen 11:0-Sieg zum Saisonauftakt für Peiting ging es nun zum Rückspiel erneut ins Eisstadion Peiting. Das der Saisonstart nur ein Ausrutscher war, hat man bereits gezeigt, nun gilt es jedoch die Position in der Tabelle zu verteidigen und nicht aus den Pre-Playoffs zu rutschen. Vor 503 Zuschauern sollte es ein intensives Spiel werden, das erst in der Overtime entschieden wurde.

Spielverlauf

Erstes Drittel

Das Spiel begann ausgeglichen, doch bereits nach 1:13 Minuten mussten die Rebels eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis hinnehmen. Jayden Lammel wurde auf die Strafbank geschickt. Die Stuttgarter überstanden das Unterzahlspiel jedoch unbeschadet und entwickelten sich zunehmend zur spielbestimmenden Mannschaft.

Nach etwa acht Minuten versuchte Peiting, sich im Angriffsdrittel festzusetzen, doch wirklich gefährlich wurde es nicht. In der 10:25 Minute dann die Führung für die Rebels: David Kirchhoff zog von der blauen Linie ab, Jannik Herm fälschte den Puck entscheidend ab und erzielte das 0:1. Wyatt Schingoethe bereitete das Tor mit vor.

Die Gastgeber zeigten sich von diesem frühen Rückstand überrascht. In der 15:02 Minute erhielt John MacKinnon eine Strafe wegen Stockschlags, doch die Rebels konnten daraus kein Kapital schlagen. Kurz darauf musste Jayden Lammel erneut auf die Strafbank, diesmal ebenfalls wegen Stockschlags (15:41). Die Situation eskalierte und sowohl Daniel Holzmann für Peiting als auch Lammel für Stuttgart kassierten zusätzliche Strafen wegen übertriebene Härte. Mit einer 0:1-Führung für die Gäste ging es in die erste Pause.

Zweites Drittel

Der Mitteldrittel begann mit mehr Druck von Peiting. Die Rebels mussten in der 21:53 Minute erneut in Unterzahl agieren, als Toni Ritter wegen Beinstellens bestraft wurde. Doch auch dieses Powerplay überstand Stuttgart schadlos. Zur Mitte des Drittels wurde das Spiel zunehmend zerfahren, beide Teams taten sich schwer, klare Chancen zu kreieren.

Dann in der 35:07 Minute der Ausgleich für Peiting: Nach einem missglückten Klärungsversuch von Kapitän Dane Montgomery wurde die Scheibe an der blauen Linie abgefangen. Da die Rebels bereits im Wechsel waren, entstand eine 2-gegen-1-Situation. John MacKinnon nutzte die Gelegenheit eiskalt zum 1:1, vorbereitet von Justin Maylan.

Doch die Antwort der Rebels folgte prompt: Nur 16 Sekunden später, in der 35:23 Minute, stellte Nico Geidl den alten Vorsprung wieder her. Alex Blais hatte die Übersicht und bediente Geidl, der im Slot zu Raum hatte und zum 1:2 vollendete. Jayden Lammel bereitete mit vor.

Gegen Ende des Drittels wurde es noch einmal hektisch: Florian Renner und ein Gallier kassierten in der 36:53 Minute eine Strafe wegen übertriebene Härte, gefolgt von Daniel Pronin, der in der 38:21 Minute wegen Behinderung auf die Strafbank musste. Die Rebels verteidigten konzentriert und retteten die knappe Führung in die zweite Pause.

Drittes Drittel

Auch das Schlussdrittel begann mit einer Strafe gegen die Rebels: Jack Bloem musste in der 41:20 Minute wegen hohen Stocks vom Eis. Peiting wurde im Powerplay von Mal zu Mal gefährlicher, doch Nick Vieregge im Tor der Stuttgarter hielt seinen Kasten sauber.

Die Rebels agierten in dieser Phase zu passiv und konzentrierten sich hauptsächlich auf die Defensive. Nico Geidl (47:53, Haken) und David Kirchhoff (50:08, Spielverzögerung) mussten nacheinander auf die Strafbank. Und dann, in der 52:28 Minute, fiel der Ausgleich: Daniel Holzmann traf zum 2:2, assistiert von David Diebolder und Sebastian Laßmann. Der Treffer fiel kurz nach Ablauf der Strafe gegen Kirchhoff, als die Rebels in der Zuordnung nicht aufmerksam genug waren.

Stuttgart versuchte in den letzten Minuten noch einmal, das Siegtor zu erzielen, doch auch Peiting drängte auf den Führungstreffer. Nach 60 Minuten stand es 2:2 – die Overtime musste die Entscheidung bringen.

Overtime

In der Verlängerung zeigten beide Teams hohe Intensität. In der 64:07 Minute erhielt Sebastian Laßmann eine Strafe wegen Behinderung, die große Chance für Stuttgart.

Und dann, mit nur noch vier Sekunden auf der Uhr, fiel die Entscheidung: Wyatt Schingoethe wurde im Bullykreis angespielt, wurde nicht aggressiv attackiert und schweißte den Puck eiskalt ins Netz. Dane Montgomery bereitete das spielentscheidende 2:3 (64:56) im Powerplay vor.

Die Rebels sicherten sich trotz einer ungleichmäßigen Strafenverteilung in einem fairen Spiel damit den wichtigen Auswärtssieg und zwei Punkte im Kampf um die Pre-Playoffs.

Spieldaten im Detail

Aufstellungen

EC Peiting: Andreas Magg (Start), Bartholomäus Oswald – Marcus Gretz, Simon Mayr, Justin Maylan, Daniel Holzmann, Philipp Markgraf, Carson Briere, Lukas Gohlke, David Diebolder, Thomas Heger, John MacKinnon, Fabian Weyrich, Andreas Grin, Dominik Zerhoch, Niklas Greil, Christian Obu, Markus Czogallik, Tim Mühlegger, Sebastian Laßmann

Stuttgart Rebels: Nick Vieregge (Start), Raphael Rödel – Nolan Renke, Florian Renner, Daniel Pronin, Calvin Fischer, Alex Blais, Jayden Lammel, Toni Ritter, Fabian Renner, Nico Geidl, Wyatt Schingoethe, David Kirchhoff, Jannik Herm, Jack Bloem, Emre Yamak, Reagan Poncelet, Dane Montgomery, Yannick Moder, Aleksandrs Kohans

Tore

EC Peiting: MacKinnon (35:07), Holzmann (52:28)

Stuttgart Rebels: Herm (10:25), Geidl (35:23), Schingoethe (64:56)

Strafen

EC Peiting: 10 Minuten

Stuttgart Rebels: 18 Minuten

Zuschauer: 503

Schiedsrichter: Jan Deckert, Daniel Harrer

Linienrichter: Benedikt Zoepf, Malte Winter