Mit 3 Reihen kämpft es sich besser

Ein Tag vor Weihnachten wollten die Stuttgart Rebels vor 801 Zuschauern in der Eiswelt Stuttgart ein positives Zeichen setzen. Doch die Vorzeichen waren alles andere als günstig: Mit dem gesperrten David Kirchhoff und dem verletzungsbedingten Ausfall von Wyatt Schingoethe konnten die Hausherren nur mit drei Reihen antreten. Yamak und Renke standen nicht im Aufgebot. Vieregge wurde mit Blick auf den kommenden Spielrhythmus geschont und der erst 17-jährige Mika Hennig (Jungadler Mannheim) rückte für sein Oberliga-Debüt in den Kader. Das Spiel gegen die Höchstadt Alligators entwickelte sich zu einem schwierigen Abend, und trotz mehrerer beherzter Aufholversuche mussten sich die Rebels am Ende mit 4:6 geschlagen geben.

Spielverlauf

Erstes Drittel

Das Spiel begann denkbar schlecht für die Rebels und ihren jungen Torhüter. Bereits nach 58 Sekunden brachte Tyler Gron die Alligators mit dem ersten Torschuss des Spiels mit 0:1 in Führung, vorbereitet von Anton Seewald und Jakob Fardoe. Der junge Torhüter Mika Hennig, der seinen ersten Oberliga-Einsatz für Stuttgart bestritt, hatte einen schweren Start. In der 5:49 Minute erhöhte Samuel Eriksson gleich noch auf 0:2, assistiert von Patrik Rypar und Nico Zimmermann. Und in der 17. Minute nutzten die Alligators das Powerplay eiskalt aus und Roman Zap erhöhte 0:3, vorbereitet von Samuel Eriksson und Dmitrij Litesov. Daraufhin tauschte Trainer Jan Melichar die Torhüter – Raphael Rödel übernahm im Tor.

Die 3-Tore-Führung war deutlich zu hoch, und entsprach nicht dem Spielverlauf.

Zweites Drittel

Im Mitteldrittel zeigten die Rebels eine deutlich verbesserte Leistung, viel Einsatz, viel Energie in den Zweikämpfen. Nach 26:04 Minuten gelang Daniel Pronin der Anschlusstreffer zum 1:3. Dane Montgomery und Florian Renner bereiteten das Tor vor und brachten die Rebels zurück ins Spiel. Die Hausherren drückten weiter auf das nächste Tor und erarbeiteten sich mehrere gute Chancen.

In der 26:48 Minute musste Toni Ritter wegen Hakens auf die Strafbank. Die Rebels verteidigten in Unterzahl konzentriert und ließen keinen weiteren Gegentreffer zu. Mit dem 1:3-Rückstand ging es in die zweite Pause, doch die Rebels schöpften Hoffnung für das Schlussdrittel.

Drittes Drittel

Das letzte Drittel entwickelte sich zu einem dramatischen Hin und Her. In der 45:39 Minute brachte Jannik Herm die Rebels auf 2:3 heran. Jack Bloem und Dane Montgomery bereiteten den wichtigen Treffer vor. Die Rebels waren zurück im Spiel. Doch die Freude währte nur kurz: In der 46:37 Minute hatte Michail Guft-Sokolov das 2:4 für Höchstadt erzielt, assistiert von Jakob Fardoe und Philipp Stobbe. Keine Minute später, in der 47:18 Minute, erzielte Jayden Lammel erneut den Anschlusstreffer zum 3:4. Alex Blais und Toni Ritter leisteten die Vorarbeit zum erneuten Anschlusstreffer. Die Rebels waren weiter am Drücker und der Ausgleich lag in der Luft.

In der 50:54 Minute dann der erneute Rückschlag. Anton Seewald erzielte das 3:5 für die Gäste, vorbereitet von Dmitrij Litesov und Michail Guft-Sokolov.

Die Rebels kämpften verbissen weiter. Als Dennis Swinnen in der 52:54 Minute wegen Haltens auf die Strafbank musste, nutzten die Stuttgarter ihre Chance: erneut Jayden Lammel traf in der 54:15 Minute zum 4:5 im Powerplay. Dane Montgomery und Alex Blais bereiteten vor. Die Wende lag in der Luft. Doch in der 57:15 Minute machte Michail Guft-Sokolov mit seinem zweiten Treffer des Abends den Deckel drauf. Tyler Gron und Jakob Fardoe assistierten beim 4:6-Endstand.

Trotz des schwierigen Starts mit einem nervösen Torhüter ließ sich die Mannschaft nicht hängen und zeigte den Willen und die Leidenschaft, die man in den vergangenen Spielen vermisst hatte.  Die Rebels kämpften sich immer wieder heran und bewiesen Moral. Spielerisch waren die Hausherren über weite Strecken die bessere Mannschaft, doch die unnötigen frühen Gegentreffer kosteten am Ende wichtige Punkte.

Spieldaten im Detail

Aufstellungen

Stuttgart Rebels: Mika Hennig (Start), Raphael Rödel – Florian Renner, Daniel Pronin, Calvin Fischer, Alex Blais, Jayden Lammel, Toni Ritter, Fabian Renner, Nico Geidl, Matthew Pistilli, Jannik Herm, Jack Bloem, Reagan Poncelet, Dane Montgomery, Leon Kreps, Aleksandrs Kohans

Höchstadt Alligators: Luca Ganz, Nico Zimmermann (Start) – Tyler Gron, Maxim Mastic, Leon Dalldush, Roman Zap, Dennis Swinnen, Philipp Stobbe, Tim Weidner, Max Schaller, Luca Franzese, Jakob Fardoe, Samuel Eriksson, Martin Vojcak, Patrik Rypar, Michail Guft-Sokolov, Dmitrij Litesov, Anton Seewald

Tore

Stuttgart Rebels: Pronin (26:04), Herm (45:39), Lammel (47:18, 54:15)

Höchstadt Alligators: Gron (0:58), Eriksson (5:49), Zap (17:00), Guft-Sokolov (46:37, 57:15), Seewald (50:54)

Strafen

Stuttgart Rebels: 4 Minuten

Höchstadt Alligators: 6 Minuten

Zuschauer: 801

Schiedsrichter: Vanessa Anselm, Tim Heffner

Linienrichter: Patrick Mylius, Sven Krumpholz