Kantersieg in Bayreuth
Einen nicht ansatzweise zu erwartenden 8-1-Auswärtserfolg brachten die Stuttgart Rebels am vergangenen Sonntag von der Reise nach Bayreuth mit zurück in die Eiswelt.
Wieder stand Trainer Jan Melichar ein sehr schmaler Kader von fünf Verteidigern, neun Stürmern und zwei Torhütern zur Verfügung. Auch dieses Mal sollte der neu erwachte Kampfgeist der nach den zahlreichen Abgängen verbliebenen Spieler der entscheidende Faktor werden, wie bereits vor Wochenfrist beim Sieg in Füssen.
Die Rebellen starteten mit einem schnellen Tor ins Spiel. Berits nach 73 Sekunden gelang Nolan Renke sein erstes Tor im fünften Spiel für die Rebellen, ausserdem war es sein erster Treffer in der deutschen Oberliga überhaupt. Zwar waren die Onesto Tigers im Anschluss bemüht ins Spiel zu kommen, große Torgefahr konnten sie dabei allerdings nicht entwickeln. Die besseren Tormöglichkeiten hatten weiterhin die Rebels. Ein Knackpunkt im Spiel war dann vielleicht die Phase ab der 15. Spielminute, als man in teils doppelter Unterzahl zahlreiche Bayreuther Schüsse blockte und Mathias Vostarek für den bereits geschlagenen Keanu Salmik in Torhütermanier mit der Hand auf der Linie klärte, was sichtlich schmerzhaft war.
Was folgte, war ein zweiter Spielabschnitt, wie man in im Stuttgarter Lager nicht nur seit der Rückkehr in die Oberliga so wohl noch nicht gesehen hatte. Zunächst fälschte Fabian Renner einen Schuss von Michael Fink zum 0:2 ab (23.). Gute zwei Minuten später war Matt Pistilli zum 0:3 erfolgreich.
Auch das Überzahlspiel funktionierte an diesem Abend prächtig, Nico Geidl per Abfälscher nach Schusser-Schuß sorgte für den vierten Stuttgarter Treffer (31.). Aufgrund des schmalen Kaders kamen auch Spieler im Powerplay zum Einsatz, die bei dieser Spielsituation ansonsten eher aussen vor sind. Und siehe da, sie waren erfolgreich.
Fabian Renner ( nach Spielende zum besten Stuttgarter Spieler gekürt) auf Zuspiel von Förderlizenzspieler und Namensvetter Florian Renner und es stand 0:5 (34.). Der nächste Stuttgarter Treffer war dann Florian Renner gegönnt, der nur 13 Sekunden danach auf 0:6 erhöhte. Den Schlusspunkt unter dieses denkwürdige Drittel setzte schliesslich der agile David Makuzki in der 39. Spielminute, erneut in Überzahl. Es mag überheblich klingen, aber es wären bei drei Metalltreffern und einigen weiteren Torchancen sogar noch mehr Tore gegen konsternierte Bayreuther möglich gewesen.
Der Schlussabschnitt verlief ohne grosse Höhepunkte, zu klar war der Vorsprung der Rebels, als dass beide Teams noch mit vollem Tempo hätten agieren müssen. Nico Geidl mit seinem zweiten Tor des Abends (49.) und Aidan Brown (51.) stellten das Endergebnis auf 1:8.
Bleibt zu hoffen, dass dieser verschworene Haufen diese Leistungen auch bei den drei letzten Heimspielen abrufen kann, um die Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen.
Onesto Tigers Bayreuth – Stuttgart Rebels 1:8 (0:1,0:6.1:1)
0:1 (01:13) Renke (Vostarek/Herm)
0:2 (22:39) Renner,Fa. (Fink/Schusser) GWG
0:3 (24:58) Pistilli (Renke/Salmik)
0:4 (30:06) Geidl (Schusser/Pistilli) PP1
0:5 (33:50) Renner, Fa. (Renner, Fl./Fink) PP1
0:6 (34:03) Renner,Fl. (Herm/Vostarek)
0:7 (38:21) Makuzki (Mantsch/Samusev) PP1
0:8 (48:19) Geidl (Kirchhoff/Schusser)
1:8 (50:59) Brown (Verelst)
Strafen : 35 – 4
Torschüsse : 33 – 32
Zuschauer : 1003
HSR : Wohlgemuth/Lajoie
LSR : Bösl/Reitz
Bericht: Bernd Wegst





