Generalprobe ohne Aussagekraft
Nach dem ungefährlichen 1:0 Sieg in Neuwied am vergangenen Freitag steht nun das Rückspiel in Stuttgart an.
Nachdem man schon beim ersten Spiel mit nur 13 Feldspielern und 2 Torhütern anreiste, standen heute erneut lediglich 15 Mann im Startaufgebot.
Spielbericht
Erstes Drittel
Das Spiel beginn auf Stuttgarter Seite etwas zerfahren, mit einigen Ungenauigkeiten. So war es folgerichtig, dass Neuwied bereits nach 1:44 Minuten durch einen Konter den ersten Gegentreffer durch Artjom Alexandrov hinnehmen musste.
Nach gut 6 Minuten bot sich die Möglichkeit zum Powerplay, nach einem Wechselfehler auf der Neuwieder Bank. Zwar kamen die Cracks von der Waldau schnell in die Aufstellung, spielten die über weite Strecken auch ordentlich, scheiterten am Ende aber entweder an kleinen Ungenauigkeiten oder am gut aufgelegten Neuwieder Keeper.
Eine Großchance nach knapp 10 Minuten konnte Matt Pistilli nicht verwerten. Danach plätscherte das Spiel so vor sich hin. Hier und da gute Einschussmöglichkeiten, die aber von beiden Seiten nicht genutzt werden konnten. Mal stand einer der Goalies im Weg, mal waren es unpräzise Pässe, mal fehlte die letzte Entschlossenheit.
Zweites Drittel
Auch zu Beginn des zweiten Drittels fehlte auf beiden Seiten die Präzision. Teils verfehlte der Aufbaupass sein Ziel, teils wurden Scheiben leichtfertig hergegeben – die galt auf beiden Seiten. Immer wieder standen auch die Torhüter im Weg, ehrlicherweise muss man aber auch sagen: es waren wenig zwingende Torschüsse dabei.
Nach 28:30 Minuten war es dann so weit, nach feinem Zuspiel von Artjom Alexandrov, der Dreh- und Angelpunkt des Spiels der Deichstädter war, konnte Kevin Handschuh ins rechte obere Eck einschießen. Neuer Spielstand: 0:2.
Immer wieder hatte man das Gefühl die Hausherren wollten jetzt die Initiative übernehmen, die wurde aber durch beherztes Einschreiten des jungen Teams aus Neuwied unterbrochen.
Nach gut der Hälfte des Spiels bekamen die Rebels wieder eine Chance zum Powerplay, anfangs nicht gut ausgespielt, gelangen dann doch noch Abschlüsse, die aber allesamt Beute des Gäste-Goalies wurden.
Nach fast genau 34 Minuten war es dann so weit: auf Zuspiel von David Kirchhoff zog Jayden Schubert von der blauen ab und traf den Schläger von Matt Pistilli, der Köllejan im Tor perfekt die Sicht genommen hat, endlich der Anschlusstreffer.
Nun begann die vielleicht beste Phase der Rebels, ein hochklassiges Spiel war es jedoch in keiner Minute dieser Partie. Auf beiden Seiten war vielleicht auch die Angst zu groß, noch einen Spieler durch Verletzung zu verlieren. Letztendlich mussten die Landeshauptstädter auch mit ihren Kräften haushalten, denn es standen wieder nur 13 Feldspieler zur Verfügung.
Knapp 2 Minuten vor Schluss bekamen die Hausherren die Chance den Ausgleich zu erzielen. Dies gelang dem Captain mit einem strammen Schlagschuss, nach toller Vorarbeit von Elvis Gorontzy-Slack. Mit dem 2:2 ging es zum letzten Pausentee.
Drittes Drittel
Auch das letzte Drittel war von vielen Ungenauigkeiten geprägt, die Partie blieb zerfahren. Ein Unterzahlspiel, nach einer in der 44. Minute verhängten Strafe gegen Calvin Fischer, überstanden die Rebels schadlos.
Ein Break der Deichstädter nach 46:14 Minuten, von Philip Kecojevic kompromisslos verwandelt, brachte die erneute Führung für die Gäste. Vorangegangen war ein missglückter no look Rückhandpass.
Zwar gaben sich die Gastgeber immer wieder Mühe nochmals den Ausgleich zu erzielen, aber die kleinen Unkonzentriertheiten und unpräzise Pässe, sowie auch der Gästekeeper, verhinderten den Erfolg.
3 Minuten vor Schluss musste sich Jayden Schubert, wegen eines Ellbogenchecks, auf die Strafbank bewegen. Die Hoffnung auf den Ausgleich schwand, zumindest auf der Tribüne.
Als Vincent Schlenker nur durch einen Stockschlag am Ausgleichstreffer gehindert werden konnte, standen sich für 25 Sekunden vier Feldspieler auf beiden Seiten gegenüber. Danach erneut die Chance auf ein letztes Powerplay.
Letztendlich war es die fehlende Zuordnung in der Abwehr, die den 2:4 Siegtreffer für die Bären ermöglichte.
Tom Coolen ersetzte Daniel Allavena durch einen Feldspieler, dennoch reichte es noch nicht einmal zum erneuten Anschlusstreffer.
Unterm Strich wird sich das Team, dem heute wieder vier Spieler fehlten, am kommenden Freitag deutlich steigern müssen, um den Punktspielauftakt in Peiting erfolgreich gestalten zu können.





