Falken kämpfen sich in der Vorbereitung zurück

Im letzten Vorbereitungsspiel für beide Teams empfing der Titelverteidiger der Oberliga-Süd, die Heilbronner Falken, die Stuttgart Rebels. Für die Schwaben war es die Gelegenheit, nach vier Testspielen gegen Mannschaften aus der ALPS-League ihren Fans zu zeigen, dass man sich auch gegen Ligakonkurrenz nicht verstecken muss.

Die Rebels mussten dabei auf Stürmer Massimo Engel verzichten, während Colin Schlenker als Förderlizenzspieler in der Verteidigung aushalf. Im Tor stand Nick Vieregge.

Die Falken erwischten den besseren Start und führten nach nur 36 Sekunden durch ihre erste Reihe mit Ritchie, Anderson und Weyrauch bereits 1:0. Doch die Rebels zeigten sich unbeeindruckt und hielten an ihrem Spielplan fest.

In der 4. Minute nutzte Matthew Pistilli eine Unterzahlsituation und verwandelte nach einem Querpass sehenswert zum 1:1-Ausgleich unter die Latte. Während Heilbronn versuchte, mit spielerischer Dominanz zu glänzen, suchten die Rebels den direkten Weg zum Tor und wurden belohnt.

Im Powerplay erzielte Reagan Poncelet in der 13. Minute nach schöner Kombination von Lammel und Blais sein erstes Tor im Rebels-Trikot zur 2:1-Führung. Vier Minuten später erhöhte Nico Geidl auf 3:1, nachdem sich die Rebels im Slot durchsetzen konnten.

Die Falken reagierten mit erhöhtem Druck, kamen aber zunächst nicht durch. Erst kurz vor der Pause nutzte Nolan Ritchie ein Powerplay zum 2:3-Anschlusstreffer (20.).

Heilbronn hatte die Lektion aus dem ersten Drittel offenbar verstanden und präsentierte sich nun deutlich disziplinierter. Dennoch waren es die Rebels, die erneut vorlegten: Dane Montgomery zog von der blauen Linie ab, der Torhüter der Falken ließ abprallen, und Daniel Pronin staubte zum 4:2 ab (24.).

Doch Heilbronns Top-Reihe drehte nun auf. Mit hohem Tempo und druckvollem Forecheck zwangen sie die Stuttgarter zunehmend in die Defensive. In der 27. Minute fiel das 3:4, und kurz vor der Pause sorgte Robin Just neun Sekunden vor der Sirene für den 4:4-Ausgleich.

Nach der Pause fanden die Rebels wieder besser ins Spiel, hielten körperlich dagegen und konnten das Geschehen offener gestalten. Dennoch war es erneut die erste Reihe der Falken, die den Unterschied machte: Calder Anderson erzielte in der 55. Minute das 5:4.

Die Rebels stemmten sich gegen die drohende Niederlage, setzten in den Schlussminuten sogar den sechsten Feldspieler ein, doch nur Sekunden später kullerte ein von den Rebels gewonnenes Offensivbully ins eigene leere Tor und entschied die Partie zum 6:4-Endstand (Torschütze: Ludin).


Die Rebels zeigten über weite Strecken eine couragierte Vorstellung und hielten auch gegen einen Top-Gegner aus der Oberliga-Süd mit. Der frühe Ausgleich in Unterzahl und die 4:2-Führung im zweiten Drittel unterstreichen, dass die Mannschaft auch offensiv Akzente setzen kann. Am Ende machte jedoch die individuelle Klasse der Heilbronner Top-Reihe den Unterschied.

Trotz der Niederlage nahmen die Rebels wichtige Erkenntnisse mit: Das Team ist in der Lage, auch auf Oberliga-Niveau mitzuhalten. Für höhere Ambitionen fehlt derzeit noch die nötige Tiefe im Kader, insbesondere in der Defensive. Dennoch war die Leistung ein ermutigendes Signal für die kommende Saison.