Rebels müssen sich auch im dritten Vorbereitungsspiel knapp geschlagen geben.
Nach den beiden engen Partien gegen den EC Bregenzerwald, einem 3:4 im Hinspiel und einer 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen im Rückspiel, stand am Freitag, den 29.08.2025, das erste Heimspiel der Vorbereitung auf dem Programm. Gegner war die sehr junge, aber talentierte U20-Akademiemannschaft aus Salzburg. Ziel der Stuttgarter war es ganz klar, den ersten Sieg der Preseason einzufahren.
Im Aufgebot fehlte erneut Stürmer Reagan Poncelet, der weiterhin leicht angeschlagen ist und geschont wurde, um keine Verschlimmerung der Verletzung in der Vorbereitung zu riskieren. Dazu gesellte sich nach dem Warm-up Dane Montgomery, der ebenfalls leicht angeschlagen ist. Dafür standen mit den beiden Förderlizenzspielern aus Mannheim zwei 18-Jährige erstmals im Rebels-Trikot: Stürmer Leon Kreps (#82) und Verteidiger Aleksandrs Kohans (#81).
Ein besonderes Wiedersehen gab es zudem mit Moussa Hackert (#28), der für die Salzburger auflief. Der aus Mali stammende Stürmer absolvierte 2018 eine Saison in der U13 des Stuttgarter EC, ehe er über die U15 der Steelers den Weg nach Salzburg fand.
Spielbericht
1. Drittel
Die Rebels starteten stark in die Partie und bestimmten von Beginn an das Spielgeschehen. In der 7. Spielminute sorgte Leon Kreps mit seinem ersten Treffer im Profi-Debüt für die 1:0-Führung. Nur vier Minuten später legten die Stuttgarter nach: Im ersten Überzahlspiel des Abends erhöhten sie auf 2:0 (11.).
Die Red Bulls Juniors fanden erst Mitte des Drittels langsam ins Spiel und erhielten in der 14. Minute ihr erstes Powerplay.
Dabei kam es zu einer kuriosen Szene: Die Rebels blockten einen Schuss und starteten gerade einen aussichtsreichen Zwei-auf-Null-Konter, als die Schiedsrichter das Spiel wegen einer angezeigten Strafe gegen Salzburg unterbrachen, sehr zum Ärger der Rebels.
Nach einem Video-Review wurde ein Salzburger Spieler wegen Stockstichs mit einer Spieldauerstrafe belegt.
Eigentlich die ideale Gelegenheit für die Hausherren, den Vorsprung weiter auszubauen.
Doch anstatt Druck aufzubauen, verloren die Rebels ihren Rhythmus: Das fast vierminütige Überzahlspiel blieb ideenlos und ungenutzt.
2. Drittel
Die Rebels starteten das zweite Drittel in Unterzahl, da eine Strafe noch aus dem ersten Abschnitt bestand. Nach nur 30 Sekunden erhöhte sich die Unterzahl auf 3-gegen-5. Dies nutzten die Gäste aus Salzburg konsequent und verkürzten bereits nach 54 Sekunden auf 2:1.
Auch wenn die Rebels die anschließende Reststrafe schadlos überstanden, fanden sie nur schwer in den Rhythmus. In der 23. Minute gelang Salzburg der Ausgleich zum 2:2. Spätestens ab diesem Zeitpunkt kippte das Momentum: In der 30. Minute drehten die Gäste die Partie mit dem 2:3, und nur drei Minuten später erhöhten sie im Powerplay sogar auf 2:4.
Das Spiel schien den Rebels nun endgültig zu entgleiten. Kaum einmal gelang es der Mannschaft, sich aus der Druckphase zu befreien.
Viele auf den Ränken dürften auf die Drittelpause gehofft haben, um noch größeren Schaden zu verhindern. Doch kurz vor dem Ende des Abschnitts sorgte Colin Schlenker für ein Lebenszeichen: Nach einem Schuss von der blauen Linie sprang der Puck unglücklich für Salzburg direkt vor seine Kelle, und Schlenker drückte die Scheibe zum 3:4 über die Linie.
Mit diesem wichtigen Treffer blieben die Rebels zur zweiten Pause im Spiel, auch wenn das Geschehen auf dem Eis klar zugunsten der Gäste sprach. Im Vergleich zur intensiven Partie gegen Bregenzerwald am vergangenen Dienstag wirkte das Spiel insgesamt fahriger und weniger konsequent.
3. Drittel
Nach der Pause verlor Salzburg etwas an Durchschlagskraft, wovon die Rebels profitierten. Zwar konnten die Gäste zwei Überzahlspiele nicht nutzen, doch die Stuttgarter machten es besser: In der 47. Minute traf Nico Geidl im Powerplay und erzielte damit im dritten Spiel in Folge ein Tor, 4:4.
Trotz des Ausgleichs blieben die Gäste das spielbestimmende Team. Zwar fehlte Salzburg oft der letzte Zug zum Tor, doch die Rebels fanden kaum Mittel, um selbst gefährlich zu werden. Die Hoffnung auf einen Lucky Punch oder zumindest die Verlängerung hielt sich noch, doch in der 55. Minute traf Salzburg mit einem Schuss von der blauen Linie zum 4:5.
Zwar versuchte die Mannschaft von Trainer Jan Melichar in der Schlussphase noch einmal alles, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr gelingen.
Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht das Kräfteverhältnis: 34:46 Torschüsse und 12:11 Strafminuten, wobei auf Salzburger Seite gleich 7 Minuten aus einer einzigen Strafe resultierten, sprechen eine klare Sprache. Vor allem im zweiten Drittel gaben die Rebels durch zu viele Strafzeiten und individuelle Fehler die gute Ausgangslage aus dem ersten Abschnitt aus der Hand.
Positiv bleibt jedoch, dass das Team auch nach Rückschlägen nie komplett aufgab und durch Colin Schlenker sowie Nico Geidl immer wieder ins Spiel zurückfand. Besonders Geidl entwickelt sich mit seinen Toren in allen bisherigen Partien zum offensiven Lichtblick der frühen Saison.
Am Ende mussten sich die Rebels dennoch mit 4:5 geschlagen geben. Bereits am Sonntag, den 31. August, bietet sich die Chance zur Revanche: Dann gastieren die Stuttgarter um 17 Uhr zum Rückspiel in Salzburg.





