Saison-Start 2025/26 erfolgt mit gemischten Gefühlen.
Die Saison 2025/26 hat nun auch für die Rebels offiziell begonnen.
Nach knapp einer Woche On-Ice-Training bestritten sie am Samstag, den 23. August 2025, um 19:30 Uhr in Dornbirn (Österreich) ihr erstes Vorbereitungsspiel gegen den EC Bregenzerwald.
Da in der Off-Season der Kader stark umgebaut wurde, war die Spannung auf den Rängen wohl noch größer als bei den Spielern selbst: Von den 19 eingesetzten Rebels-Akteuren waren acht Neuzugänge.
Zusätzlich erschwert wird die Eingewöhnung dadurch, dass das Spielfeld in Nordamerika, wo einige Spieler zuletzt aktiv waren, deutlich kleiner ist als das europäische Eis.
Spielbericht
1. Drittel
Die Anfangsminuten verliefen ausgeglichen, ohne dass sich eine Mannschaft länger im Drittel des Gegners festsetzen konnte.
Den ersten Abschluss der Rebels verzeichnete Alex Blais in der 5. Minute. Zwei Minuten später ging der EC Bregenzerwald jedoch glücklich in Führung: Nach einem missglückten Klärungsversuch der Rebels nutzte die Heimmannschaft den Puckgewinn. Über einen Abpraller von der Bande fand die Scheibe unglücklich den Weg ins Tor der Gäste – 1:0.
Auch danach entwickelte sich ein Spiel ohne nennenswerte Chancen. In der 13. Minute erhöhte Bregenzerwald jedoch auf 2:0. Nach einem unsauberen Spielaufbau der Rebels ergab sich eine Eins-gegen-Eins-Situation, die der ECB konsequent verwertete. Trotz des Rückstands war das Spiel bis dahin insgesamt ausgeglichen.
Nur eine Minute später bot sich den Gastgebern das erste Powerplay der Partie. Dieses nutzten sie eindrucksvoll: Mit einer starken Kombination erzielten sie das 3:0 – das erste wirklich herausgespielte Tor des Abends.
Die Rebels brauchten bis zur 16. Minute, um erstmals richtig gefährlich vor dem Tor aufzutauchen. Jannik Herm und Reagan Poncelet setzten im Torraum nach, konnten den Puck aber nicht über die Linie drücken. Diese Szene brachte jedoch spürbar Schwung in das Spiel der Gäste, die sich nun weitere Möglichkeiten erarbeiteten.
In der 18. Minute mussten die Rebels wegen „zu vieler Spieler auf dem Eis“ erneut in Unterzahl agieren. Dieses Mal präsentierte sich das Penaltykilling konzentriert, sodass man ohne weiteren Gegentreffer in die Pause ging. Kurz vor der Sirene kam es noch zu einem harten Zweikampf an der Bande gegen Dane Montgomery. Poncelet reagierte energisch, kassierte dafür aber eine Strafe – die dritte Unterzahl der Rebels, mit der es in die Drittelpause ging.
2. Drittel
So starteten die Rebels das zweite Drittel erneut in Unterzahl, verteidigten jedoch stark. Mit aufmerksamem Stellungsspiel wurden Pässe abgefangen und Schussmöglichkeiten verhindert, während Torhüter Nick Vieregge die wenigen gefährlichen Abschlüsse sicher entschärfte.
Direkt im Anschluss übernahmen die Rebels das Kommando und traten deutlich aktiver auf. In der 24. Minute nutzte Nico Geidl einen von Blais abgefangenen Pass zum 3:1-Anschlusstreffer – das erste Tor für die Rebels an diesem Abend.
Danach kam zunächst Bregenzerwald wieder besser ins Spiel und konnte sich zeitweise im Angriffsdrittel festsetzen. Die Rebels verteidigten konzentriert, verhinderten klare Chancen und setzten selbst über Konter Akzente.
Das Powerbreak bestätigte den positiven Trend: Die Gäste agierten bissig, setzten Bregenzerwald unter Druck und präsentierten sich deutlich verbessert im Vergleich zum ersten Abschnitt.
In der 35. Minute stellte der EC Bregenzerwald jedoch den alten Abstand wieder her. Der Treffer zum 4:1 fiel nach einem Puckgewinn, der aus Stuttgarter Sicht allerdings nach einem klaren Beinstellen im Offensivdrittel der Schwaben hätte abgepfiffen werden müssen. Den Konter nutzten die Vorarlberger eiskalt und ließen Vieregge keine Chance.
Die Partie wurde nun zunehmend körperbetonter, beide Teams lieferten sich intensive Zweikämpfe bei hohem Tempo. Weitere Treffer fielen jedoch nicht, sodass das Drittel mit 1:1 endete. Die Rebels hatten die Fehler aus dem ersten Drittel minimiert und hielten das Spiel auch ergebnistechnisch ausgeglichener, wenngleich die ganz großen Chancen noch ausblieben.
3. Drittel
Die Stuttgarter starteten schwungvoll in den Schlussabschnitt. Bereits nach einer Minute traf Herm aus dem High-Slot nur den Außenpfosten. Auch wenn es den Gästen weiterhin schwerfiel, sich dauerhaft im Angriffsdrittel festzusetzen, hatten die Schwaben das Momentum auf ihre Seite gezogen.
In der 44. Minute belohnten sich die Rebels: Nach schöner Kombination über Poncelet und Montgomery brachte Herm den Puck aus zentraler Position zum 4:2 im Netz unter. Nur wenige Minuten später musste Stuttgart erneut in Unterzahl agieren, verteidigte das Powerplay der Hausherren aber souverän.
Direkt danach gelang der nächste Treffer: In der 49. Minute stellte Geidl, erneut auf Vorlage von Blais, auf 4:3. Entscheidenden Anteil hatte auch Gastspieler Emre Yamak, der dem Torhüter die Sicht nahm und den Schuss unhaltbar machte. Mit diesem Treffer war die Partie wieder völlig offen – ein Bild, das man in Stuttgart lange nicht mehr gesehen hat: Die Rebels arbeiteten sich in einem Spiel auf hohem Niveau zurück in die Partie.
Auch nach dem Powerbreak blieben die Gäste aggressiv, suchten über schnelle Konter den Weg nach vorne und hielten das Tempo hoch. Während Bregenzerwald kaum noch zu klaren Chancen kam, fehlte den Rebels nur noch der Ausgleich.
Die Entscheidung fiel in der 59. Minute: Nach einem Puckverlust verhinderte David Kirchhoff einen Konter mit einem Check, der als Foul gewertet wurde. Die daraus resultierende Strafe minimierte die letzte Möglichkeit auf den Ausgleich. Dennoch schafften es die Schwaben in Unterzahl noch, eine sehr gute herauszuspielen – aber auch hier fehlte im Abschluss die Präzision. Bregenzerwald spielte dann die Schlusssekunden routiniert herunter und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Die Partie endete 4:3 (3:0; 1:1; 0:2) zugunsten des EC Bregenzerwald.
Trotz der Niederlage war klar erkennbar: Die Mannschaft steht nach kurzer Vorbereitung bereits zusammen und arbeitet füreinander. Wille, Einsatz und Teamgeist waren jederzeit sichtbar – ein Auftakt, der Hoffnung auf mehr macht.





