Rebels erneut erfolgreich
Nachdem die Stuttgart Rebels noch vor kurzer Zeit auf dem letzten Tabellenplatz der Oberliga Süd fest zementiert schienen, sieht es im Moment so aus als wäre es tatsächlich möglich die Rote Laterne zum Saisonende doch noch abgeben zu können.
Mit einem deutlichen 7:3-Heimsieg gegen den SC Riessersee feierten die Landeshauptstädte ihren dritten Sieg in Folge und konnten damit den Rückstand auf die Onesto Tigers Bayreuth und die Passau Black Hawks auf vier Punkte verkürzen. Bei noch vier ausstehenden Spielen, eines davon zu Hause gegen Passau, kein Ding der Unmöglichkeit.
Im Gegensatz zu den drei vorangegangenen Spielen konnten die dezimierten Rebellen dieses Mal auf gleich vier Förderlizenzspieler der Jungadler Mannheim zurückgreifen, was die Personalsituation deutlich verbesserte. Und dies nicht nur von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Spieler, nein, die vier Youngsters fügten sich prächtig ins Mannschaftsgefüge ein und gingen am Ende mit einem Tor und drei Vorlagen vom Eis.
Für die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen ging es bei diesem Spiel um nicht weniger als im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation weiter ein gewichtiges Wort mitzuspielen. Dies war von Beginn an auch auf dem Eis zu sehen, denn die Gäste setzten die Rebels mit starkem Forechecking sofort unter Druck und liessen kaum geordnetes Angriffsspiel zu. Eine deutliche spielerische Überlegenheit von Riessersee war die Folge, besonders gute Torchancen konnte man sich jedoch aufgrund der dicht gestaffelten Defensivreihen der Gastgeber kaum erarbeiten. Die Fanblocks auf beiden Seiten ( immerhin waren etwa drei Dutzend Fans den weiten Weg aus Garmisch an einem Dienstag mitgefahren) duellierten sich ebenfalls rege. Der Stuttgarter Führungstreffer durch Jannik Herm nach feinem Rückpass von Alex Samusev nach exakt 19 Spielminuten war denn auch etwas schmeichelhaft .
Zu Beginn des Mitteldrittels erhöhten die Gäste den Druck aufs Rebelsgehäuse und bereits nach 67 Sekunden konnte Christoph Körner zum Ausgleich einschiessen. Riessersee liess den Rebellen nun kaum Zeit zum durchatmen. In der 28. Minute war es dann soweit, Alexander Höller brachte sein Team in Front. 217 wilde Sekunden sollten dann ab der 33. Spielminute den Spielstand mehrfach umkrempeln. Nachdem Keanu Salmik einen 3 auf 1 Break der Gäste entschärft hatte gelang Nico Geidl zunächst der Ausgleich indem er Michael Böhm im Gästegehäuse tunnelte. Nur 44 Sekunden später brachte Herm per Direktabnahme einen Querpass von Matt Pistilli zur ersten Stuttgarter Führung unter. Die Gäste liessen sich davon jedoch zunächst nicht beeindrucken und konterten weitere 51 Sekunden später durch Tobias Kircher zum Ausgleich. Doch damit waren die verrückten Minuten noch nicht beendet, denn nur weitere 37 Sekunden später staubte Youngster Florian Renner zum 4:3 ab.
Im Schussabschnitt ging es weiter munter hin und her. Während die Gäste allerdings den letzten Drang zum Tor etwas vermissen liessen spielten die Rebellen ihre Angriffe zielstrebiger zu Ende. Jannik Herms dritter Treffer des Abends sorgte für die erste Zwei-Tore-Führung, Samuel Mantsch erhöhte knapp eineinhalb Minuten später mit feiner Einzelleistung auf 6:3 (45.). Die endgültige Entscheidung zugunsten der Mannen um Trainer Jan Melichar entsprang der abgeklärten Vorarbeit von Föli Felix Kerbel, der seinen Fölikollegen Florian Renner in Szene setzte. Dessen Lattentreffer staubte Fabian Renne zum 7:3-Endstand ab. In der Folge wurde die zuvor sehr faire, wenn auch umkämpfte Partie ruppiger. Einige Nickligkeiten sorgten zweimal für Klärungsbedarf per Faustkampf. So stand am Ende ein im Vorfeld zumindest nicht in dieser Deutlichkeit zu erwartender Heimsieg. Es war das erste Mal seit der Rückkehr des Stuttgarter Eishockeys in die Oberliga, dass man drei Siege nach regulärer Spielzeit hintereinander feiern konnte.
Stuttgart Rebels – Gegner 7:3
1:0 (19:00) Herm (Samusev/Vostarek)
1:1 (21:07) Körner (Allavena/Steinhübl)
1:2 (27:52) Höller (Zajic/Dibelka)
2:2 (32:36) Geidl (Pistilli)
3:2 (33:25) Herm (Pistilli/Schusser)
3:3 (34:16) Kircher (Hofmann/Schmid)
4:3 (34:53) Fl. Renner (Fa. Renner/Kirchhoff) GWG
5:3 (43:29) Herm (Makuzki/Schusser)
6:3 (44:52) Mantsch (Kerbel/Fa. Renner)
7:3 (51:30) Fa. Renner (Fl. Renner/Kerbel)
Strafen : 14 – 14
Torschüsse : 27 – 39
Zuschauer : 566
HSR : Votler/Haupt
LSR : Jung/Zwicke
Bericht: Bernd Wegst





