Rebels gewinnen knappes Duell gegen die Islander

Heute spielte der aktuell Zwölfte der Tabelle, gegen Lindau, die im Moment – anders als von vielen erwartet – die Rote Laterne tragen. Entsprechend war es für beide Teams enorm wichtig heute zu Punkten.

Den Schwaben merkte man an, sie wollten die Scharte des am Freitag in Passau verlorenen Spiels auswetzen. Sie begannen stürmisch und hatten schon nach knapp 20 Sekunden den ersten vielversprechenden Abschluss.

Die Rebels machten weiter Druck, aber auch Lindau versteckte sich nicht und kam nach gut vier Minuten zu einer guten Chance. Beide Teams betrieben ein aggressives Forechecking, störten in der neutralen Zone, wobei Stuttgart diesbezüglich erfolgreicher war und viele Schüsse auf Tor abgab.

Ein sehr konsequentes Forechecking der Lindauer führte dann aber zu einem verunglückten Befreiungsversuch der Rebels-Verteidigung. Den nahm Sam Verelst auf, der erfahrene Deutsch-Belgier, der erst in dieser Spielzeit aus Memmingen zu den Islanders kam, verwandelte ihn kompromisslos. Keine Chance für Nick Vieregge, der heute wieder im Tor der Gastgeber stand.

Nach 8:30 Minuten erneut eine Schrecksekunde: Nach einem verunglückten Passversuch, wäre es fast zum 0:2 gekommen. Hier war dem Team vom Fernsehturm das Glück hold.

Im weiteren Verlauf kam das Team von Tom Coolen, selbst beim fünf gegen fünf, immer wieder zu Powerplay-Situationen, erspielte sich eine Vielzahl von Chancen, die jedoch nicht verwertet, oder vom Gästekeeper vereitelt werden konnten.

Ein Lindauer Spieler war es, der in der 16. Minute nur durch einen Stockschlag eine gute Stuttgarter Chance vereiteln konnte.

Das Überzahlspiel brachte, trotz sehr engagierten Spiels und phasenweise guter Aufstellung der Landeshauptstädter, kein Erfolgserlebnis.

So ging das erste Drittel an das Team vom Bodensee.

Gleich zu Beginn des zweiten Drittels, nach 9 Sekunden, kamen die Stuttgarter zu einer guten Chance durch Jayden Schubert. Leider war der Schuss zu zentral – kein Problem für den Gästekeeper. Man merkte: Stuttgart will sich nicht geschlagen geben.

Riesenchance für die Hausherren in der 24. Minute, wieder knapp verpasst. In der 25. Minute erneut eine große Chance für die Rebels, der Goalie der Islanders vereitelte sie großartig.

Immer wieder entwickelten sich auf beiden Seiten gute Einschussmöglichkeiten, die nicht genutzt werden konnten. Der Druck des Heimteams war aber enorm, das Schussübergewicht deutlich.

In der 32. Minute belohnte sich das Team von der Waldau für das sehr aktive Spiel. Xaver Tippmann gab einen scheinbar ungefährlichen Schuss von der blauen Linie ab. Der wurde abgefälscht und erwischte den Islanders-Goalie auf dem falschen Fuß. Der 1:1 Ausgleich.

Die Islanders konterten: ergebnislos. Wieder Stuttgart, auch ohne Erfolg. Das Spiel wogte hin und her, das Schussverhältnis sprach für Stuttgart.

Ein verlorener Bully an der blauen Linie der Gäste führte innerhalb von 11 Sekunden zum Tor für die Gäste. Die Zuordnung in der Stuttgarter Hintermannschaft stimmte nicht zu 100%, Vieregge musste den Schuss prallen lassen, Pavlovic nutzte die Chance, 1:2.

Kurz vor Ende des Mitteldrittels entschieden sich die gut leitenden Schiedsrichter, eine Strafe gegen das Team zu verhängen. Die gute Minute in Überzahl konnten die Gastgeber nicht nutzen – bislang eine Schwäche des Teams des erfahrenen Headcoachs Tom Coolen.

Zu Beginn des letzten Abschnitts blieb noch ein knappe Minute Überzahl. Die verstrich, wie auch die darauffolgenden Minuten, ohne Veränderung des Ergebnisses. Beide Teams schenkten sich nichts, Stuttgart blieb aber dominant, hatte ein klares Übergewicht bei den Schüssen aufs Tor. Das allein nützt aber nichts.

Nachdem in der Pause vor dem Schlussabschnitt, noch einige Fans auf den Untergang des Teams gewettet haben, blieben die Rebels im Kampfmodus, gaben sich nicht geschlagen, bauten enormen Druck auf – und wurden nach 58.52 Minuten für ihren Einsatz belohnt. Einen brillanten Pass des jungen Ben Holden, konnte Jayden Schubert verwerten. 2:2 der Ausgleich so kurz vor Schluss. War das die Chance zum Sieg?

Es reichte nicht, die Verteidigung der Islanders warf sich rein und verhinderte den Siegtreffer. Auf der anderen Seite verhinderte ein Stuttgarter Spieler durch einen hervorragenden Block den entscheidenden Treffer. Overtime.

In der Overtime bauten beide Mannschaften immer wieder Druck auf, versteckten sich nicht, denn oft ist die Overtime taktisch geprägt. Das war sie diesmal nicht. Sowohl die Gäste als auch das Heimteam suchten die Entscheidung.

Am Ende waren die Gastgeber die glücklichere, aber auch entschlossenere Mannschaft, Kalvyn Watson gab die exzellente Vorlage, Owen Lalonde verwandelte geschickt, denn er nutzte die Zehntelsekunde, in der dem Gäste-Goalie die Sicht verdeckt war. 3:2 im „Sudden Death“, wie man das früher nannte.

Der zweite Sieg im dritten Heimspiel war unter Dach und Fach. 5:4 Punkte nach drei Heimspielen, eine positive Bilanz.