Deutliche 1:7 Heimniederlage im Derby gegen Heilbronn

Die Stuttgart Rebels empfingen die Heilbronner Falken zum dritten Baden-Württemberg-Derby der Saison vor einer grandiosen Kulisse von 1.500 Zuschauern in der Eiswelt Stuttgart. Die Zeichen standen jedoch schon von Beginn an nicht gerade gut. Die Rebels befinden sich in einem Performancetief, und mit einem Blick auf die vergangenen Partien gegen Heilbronn (1:9 und 2:8) waren die Rollen klar verteilt. Doch die Hoffnung auf ein Wunder bestand natürlich bei allen. Immerhin folgte nach dem 0:11 Saisonauftakt auch ein Overtime-Wunder gegen Memmingen. Doch es sollte ein schwerer Abend für die Hausherren werden, die gegen die spielstarken Gäste aus Heilbronn chancenlos blieben.

Spielverlauf

Erstes Drittel

Die Partie begann mit hoher Intensität, wie es sich für ein Derby gehört. Jedoch gingen die Gäste bereits nach 1:05 Minuten in Führung: ein katastrophaler Wechselfehler öffnete die Mitte, und Frederik Cabana zog vor das Tor, um auf Niklas Jentsch abzulegen, welcher dankend zum 0:1 traf. Assistiert wurde Jentsch neben Cabana auch von Spencer Berry.

Die Rebels versuchten, sich zu stabilisieren und bekamen bereits in der 1:15 Minute die erste Überzahlgelegenheit, als Jentsch wegen Beinstellens auf die Strafbank musste. Trotz guter Ansätze und einem Pfostentreffer gelang den Stuttgartern kein Ausgleich.

In der 5:14 Minute erhöhte Gunars Skvorcovs für Heilbronn auf 0:2. Ein abgefälschter Schuss landete am Innenpfosten und von dort im Tor, assistiert von Luis Ludin und Julian Schams. Die Rebels erhielten in der 10:47 Minute ein weiteres Powerplay, als Skvorcovs ebenfalls wegen Beinstellens bestraft wurde, konnten jedoch keine klare Torchance herausspielen.

Nach einer Strafe gegen Toni Ritter wegen Stockschlags (13:03) überstanden die Rebels die Unterzahl zunächst schadlos. Das Momentum hatte sich mittlerweile etwas ausgeglichen. Just in dieser Phase brachten sich die Hausherren wieder selbst in Bedrängnis. Anstatt den Puck einfach aus dem Drittel zu chippen, waren es diesmal Montgomery und Ritter, die die Scheibe hinter dem Tor leichtfertig den Forecheckern überließen. In der 19:49 Minute traf Niklas Jentsch mit seinem 2. Treffer zum 0:3, diesmal vorbereitet von Frederik Cabana und Calder Anderson. Mit diesem absolut unnötigen und deutlichen Rückstand ging es in die erste Pause.

Zweites Drittel

Das Mitteldrittel begann mit einem weiteren Powerplay für die Rebels (23:25, Marvin Drothen wegen Beinstellens), doch auch diese Überzahl blieb ohne Erfolg. Stattdessen bauten die Gäste ihre Führung weiter aus: In der 26:07 Minute traf Thore Weyrauch zum 0:4, assistiert von Malte Krenzlin und Julian Schams.

Die Rebels bemühten sich, offensiv Akzente zu setzen, doch Heilbronn zeigte sich klar überlegen. In der 33:22 Minute erhöhte Calder Anderson auf 0:5, erneut vorbereitet von Niklas Jentsch und Frederik Cabana. Anderson nutzte zu viel Freiraum im Angriff und schloss unhaltbar ab.

In der 36:20 Minute kassierten die Rebels eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Die Falken nutzten das Powerplay eiskalt: Frederik Cabana traf zum 0:6, vorbereitet von Luis Ludin und Thore Weyrauch. Direkt nach diesem Tor wechselten die Rebels den Torhüter, Raphael Rödel kam für Nick Vieregge ins Spiel.

Kurz vor der zweiten Pause gelang den Rebels dann zumindest der Ehrentreffer: Kapitän Dane Montgomery nutzte einen Fehler der Gäste in der 39:31 Minute und schob den Puck mit der Rückhand über die Fanghand von Torhüter Franz Jokinen zum 1:6. Assistiert wurde Montgomery von Jannik Herm und Nico Geidl. Mit diesem Stand ging es in die zweite Pause, wobei die Rebels noch eine Strafe gegen Matthew Pistilli wegen Stockschlags (40:00) mit ins Schlussdrittel nahmen.

Drittes Drittel

Die Rebels überstanden die Unterzahl zu Beginn des Schlussdrittels dank zweier starker Paraden von Raphael Rödel. Doch Heilbronn fand deutlich besser ins Spiel als die Hausherren. In der 49:39 Minute stellte Calder Anderson mit seinem zweiten Treffer des Abends den 1:7 Endstand her, erneut assistiert von Niklas Jentsch und Frederik Cabana. Anderson wurde am Pfosten alleine gelassen und vollendete sicher.

Die Rebels mussten in der Schlussphase noch zwei weitere Strafen hinnehmen: Jayden Lammel wegen unsportlichen Verhaltens (53:28) und Toni Ritter wegen Cross-Checks (57:53). Die Gäste verwalteten den deutlichen Vorsprung souverän bis zum Schlusspfiff und fuhren einen verdienten Auswärtssieg ein.

Spieldaten im Detail

Aufstellungen

Stuttgart Rebels: Nick Vieregge (Start), Raphael Rödel – Nolan Renke, Florian Renner, Daniel Pronin, Calvin Fischer, Alex Blais, Jayden Lammel, Toni Ritter, Fabian Renner, Nico Geidl, David Kirchhoff, Matthew Pistilli, Jannik Herm, Jack Bloem, Emre Yamak, Reagan Poncelet, Dane Montgomery

Heilbronner Falken: Franz Jokinen (Start), Patrick Berger – Jeroen Plauschin, Julian Schams, Spencer Berry, Gunars Skvorcovs, Niklas Jentsch, Marvin Drothen, Léon Fern, Thore Weyrauch, Corey Mapes, Lukas Wagner, Calder Anderson, Frederik Cabana, Luis Ludin, Paul Fabian, Malte Krenzlin

Tore

Stuttgart Rebels: Montgomery (39:31)

Heilbronner Falken: Jentsch (1:05, 19:49), Skvorcovs (5:14), Weyrauch (26:07), Anderson (33:22, 49:39), Cabana (36:20)

Strafen

Stuttgart Rebels: 10 Minuten

Heilbronner Falken: 6 Minuten

Zuschauer: 1.500

Schiedsrichter: Robert Ruhnau, Thomas Urban

Linienrichter: Philipp Hermann, Dominik Fowler