Ernüchternde 1:3 Niederlage gegen die onesto Tigers Bayreuth
Die Stuttgart Rebels waren am zweiten Weihnachtsfeiertag bei den onesto Tigers Bayreuth zu Gast. Vor 1.044 Zuschauern wollten die Rebels nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Doch trotz eines vielversprechenden Starts und früher Führung mussten sich die Rebels am Ende mit 1:3 geschlagen geben.
Spielverlauf
Erstes Drittel
Die Rebels erwischten einen Traumstart in die Partie. Bereits nach 59 Sekunden brachte Nico Geidl die Hausherren mit 1:0 in Führung, nachdem Jayden Lammel und Alex Blais den Treffer vorbereiteten. Stuttgart hatte das Spiel zunächst im Griff, doch die Rebels luden die Tigers durch einfache Scheibenverluste im Spielaufbau immer wieder zu Kontern ein. Nick Vieregge im Tor der Rebels zeigte sich in dieser Phase mehrfach hellwach und entschärfte gefährliche Situationen, darunter auch 1-gegen-0-Chancen der Tigers. Durch diese Unachtsamkeiten stärkten die Rebels die Tigers erheblich und brachten diese erst ins Spiel.
Nach einem weiteren einfachen Fehler im Spielaufbau nutzten die Gäste aus Bayreuth dann in der 18. Spielminute die geschenkte Chance: Kyle Bollers glich zum 1:1 aus, assistiert von Michal Spacek und Alexander Barber. Kurz vor der Sirene kassierten die Bayreuther noch eine Strafe gegen Alexander Barber wegen Beinstellens (19:20), sodass die Rebels mit einem Powerplay ins zweite Drittel starteten. Der Pausenstand von 1:1 ging aufgrund der vielen Einladungen zum Toreschießen durchaus in Ordnung, obwohl die Rebels das Spiel eigentlich im Griff hatten.
Zweites Drittel
Der Mittelabschnitt bot den Zuschauern kaum Höhepunkte. Beide Teams neutralisierten sich und waren auf eine kontrollierte Defensive bedacht. Das Spiel war geprägt von langen Phasen, in denen der Puck einfach nach vorne geschlagen wurde, ohne ein strukturiertes Aufbauspiel zu etablieren. Nennenswerte Chancen gab es auf beiden Seiten nur vereinzelt, die Torhüter Maximilian Meier und Nick Vieregge hatten einen relativ ruhigen Mittelabschnitt. Die größte Torchance hatten Lammel, Blais und Geidl, ohne jedoch den gezielten Abschluss zu suchen, wollte man die Scheibe ins Tor tragen.
In der 33. Minute musste Toni Ritter wegen Beinstellens auf die Strafbank, was bei den Stuttgarter Fans für Unmut sorgte, da zuvor ein offensichtliches Halten im Angriff der Rebels nicht geahndet worden war. Doch auch im Powerplay konnten die Tigers keine Gefahr aufbauen. Das torlose zweite Drittel spiegelte den Zustand beider Mannschaften wider: Stuttgart hatte eigentlich einen guten Zugriff aufs Spiel, machte den Gegner aber durch unnötige Fehler Stärker, als er zu diesem Zeitpunkt war. Beide Mannschaften verschenkten gute Torchancen. Mit dem unveränderten 1:1 ging es in die zweite Pause.
Drittes Drittel
Im Schlussabschnitt nahm die Partie ein wenig an Fahrt auf. Bereits in der 42. Minute brachte Jan Hammerbauer die Tigers nach einem weiteren Fehler im Spielaufbau der Rebels mit 2:1 in Führung, vorbereitet von Lennard Habeck und Jan Pietsch. Die Rebels versuchten nun, mehr Druck aufzubauen, doch die wenigen guten Chancen, die sie sich mühsam erarbeiteten, blieben ungenutzt.
Stuttgart schaffte es danach phasenweise das Spiel zu dominieren, die Tigers in ihrer Zone fest zu spielen und erarbeitete sich eine gute Torchance nach der anderen. Bayreuth konnte sich kaum aus dem Drittel befreien.
In der 54. Minute brachte Adam Schusser aus dem Nichts mit einem präzisen Handgelenksschuss zum 3:1 die Vorentscheidung, assistiert von Jan Pietsch. Nun war Stuttgart gezwungen, mehr zu riskieren. Eine Strafe gegen Aidan Brown wegen Stockschlags (55:34) brachte den Rebels vier Minuten vor Schluss noch einmal ein Powerplay. Ein Tor wollte auch hier nicht fallen.
In der letzten Minute nahmen die Rebels Torhüter Nick Vieregge vom Eis, um in Überzahl noch den Anschluss zu erzielen. Erst in den letzten 20 Sekunden ergaben sich drei weitere gute Gelegenheiten, doch der Anschlusstreffer wollte nicht mehr gelingen. Jack Bloem vergab aus spitzem Winkel eine Chance ins leere Tor. Dies war symptomatisch für das heutige Spiel.
Am Ende blieb es beim 3:1 für Bayreuth, beiden Teams war anzumerken, dass sie Tore verhindern wollten und neutralisierten sich weitestgehend. Die Rebels müssen sich das Scheibenglück wieder hart erarbeiten.
Spieldaten im Detail
Aufstellungen
onesto Tigers Bayreuth: Maximilian Meier (Start), Conner McLeod – Alexander Barber, Michal Spacek, Kyle Bollers, Aidan Brown, Ondrej Nedved, Jan Hammerbauer, Jan Pietsch, Adam Schusser, Lennard Habeck, Sam Verelst, Dominik Piskor, Lars Stelzmann, Jesper Müllejans, Leon Bauhof, Florian Lüsch, Jannis Hüserich, Reko Pohjamo, Tim Zimmermann, Luca Maschke
Stuttgart Rebels: Nick Vieregge (Start), Raphael Rödel – Alex Blais, Jayden Lammel, Nico Geidl, Matthew Pistilli, Toni Ritter, David Kirchhoff, Dane Montgomery, Jannik Herm, Reagan Poncelet, Jack Bloem, Florian Renner, Daniel Pronin, Fabian Renner, Calvin Fischer, Nolan Renke, Emre Yamak, Maxime Bickel, Jannik Dornberger
Tore
onesto Tigers Bayreuth: Bollers (17:38), Hammerbauer (41:47), Schusser (54:00)
Stuttgart Rebels: Geidl (00:59)
Strafen
onesto Tigers Bayreuth: 4 Minuten
Stuttgart Rebels: 2 Minuten
Zuschauer: 1.044
Schiedsrichter: Ruben Kapzan, Goeran Noeller
Linienrichter: Yannick Mueller-Osten, Marco Verhoeven





