Bittere niederlage gegen Füssen Nach Penalty Shootout

Die Stuttgart Rebels empfingen den EV Füssen in der Eiswelt Stuttgart und wollten nach den letzten Niederlagen wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Vor 789 Zuschauern sollte gegen die mit nur drei Reihen angereisten Gäste endlich wieder ein Heimsieg her. Doch trotz zeitweise dominanter Leistung und einem Comeback im Schlussdrittel mussten sich die Rebels am Ende im Penaltyshootout geschlagen geben.

Spielverlauf

Erstes Drittel

Die Partie begann ausgeglichen, wobei die Rebels mit einem vollen Kader antreten konnten. Im Tor stand Kimi Saffran, der erneut das Vertrauen erhielt. Füssen reiste nur mit drei Reihen an, aufgefüllt mit vielen Nachwuchsspielern, ließ sich die numerische Unterlegenheit aber nicht anmerken und hielt stark dagegen. Die Gäste kassierten bereits in der 5. Minute die erste Strafe, als Nicolas Jentsch wegen hohen Stocks auf die Strafbank musste. Stuttgart konnte das erste Powerplay jedoch nicht nutzen.

Im weiteren Verlauf des Drittels neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Die Rebels mussten ihrerseits zwei Strafen hinnehmen: Maxime Bickel wurde in der 13. Minute wegen Hakens bestraft, gefolgt von David Kirchhoff in der 16. Minute wegen Behinderung. Füssen spielte vor allem mit ihrer ersten Reihe und versuchte, das hohe Tempo zu halten. Das erste Drittel endete torlos mit einem leichten Schussübergewicht für die Gäste (15:4).

Zweites Drittel

Das zweite Drittel entwickelte sich zunächst weiter ausgeglichen, bis Füssen in der 32. Minute die Führung erzielte. Julian Straub nahm die Einladung der passiven Stuttgarter Abwehr dankend an, zog am Torhüter vorbei und legte den Puck ins lange Eck zum 0:1, vorbereitet von Marek Slavik und Felix Linden. Die Rebels reagierten auf den Rückstand und spielten nun deutlich aggressiver. Sie erarbeiteten sich mehrere gute Torchancen und erhöhten den Druck auf das Füssener Tor.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein intensives Spiel, in dem beide Teams keinen Millimeter nachgaben. Die Rebels pressten stark und machten das Spiel schnell, wo immer möglich. Auch die Körperlichkeit nahm spürbar zu. Stuttgart kassierte weitere Strafen: Daniel Pronin musste in der 29. Minute wegen Beinstellens vom Eis, Matthew Pistilli in der 37. Minute wegen hohen Stocks. Trotz mehrerer guter Chancen blieb es beim 0:1 zur zweiten Drittelpause.

Drittes Drittel

Stuttgart fing endlich an zu arbeiten und übernahm im Schlussdrittel die Spielkontrolle. Die Rebels erspielten sich Chance um Chance. Die Belohnung folgte in der 44. Minute: Auf einem schnellen Konter über die rechte Seite bediente Jayden Lammel Nico Geidl in der Mitte, der den Puck durch die Schoner von Torwart Timotej Pancur zum 1:1 durchschieben konnte. Alex Blais hatte den zweiten Assist.

Doch die Freude währte nur kurz. In der 45. Minute musste Calvin Fischer wegen Haltens auf die Strafbank, und Füssen nutzte die Gelegenheit eiskalt aus. Nikita Naumann zog aus der Distanz ab und traf zum 1:2 (45. Minute), assistiert von Ivan Petrov und Nicolas Jentsch.

Die Rebels gaben sich jedoch nicht auf und kamen in der 47. Minute zum erneuten Ausgleich – und das in Unterzahl! Alex Blais sicherte den Puck, spielte ein schönes Solo und fand Nico Geidl im Slot, der zum 2:2 vollendete. Toni Ritter erzielte den zweiten Assist bei diesem Shorthander. Das Spiel nahm nun wieder an Tempo zu, und man merkte der kurzen Bank von Füssen allmählich die Belastung an. Trotz mehrerer sehr guter Chancen in der Schlussphase fiel auf beiden Seiten kein weiteres Tor mehr.

Overtime

In der fünfminütigen Verlängerung hatten beide Teams ihre Möglichkeiten, doch weder die Rebels noch Füssen konnten den entscheidenden Treffer erzielen. Füssen kassierte in der 63. Minute noch eine Strafe gegen Julian Straub wegen Beinstellens, aber auch das Powerplay der Rebels blieb erfolglos. So musste das Penaltyshootout die Entscheidung bringen.

Im Shootout blieben die Stuttgarter glücklos. Während Füssen durch zwei starke Penalties erfolgreich war, scheiterte Matthew Pistilli knapp am Pfosten und Alex Blais zockte zu viel. Marek Slavik verwandelte schließlich den entscheidenden Penalty zum 2:3 Endstand für den EV Füssen.

Während der Penaltyfluch bei den Rebels weiterhin bestehen bleibt, geht der eine Punkt am Ende des Tages in Ordnung. Das erste Drittel hat man komplett verschlafen und ist erst nach der Führung der Füssener aufgewacht und kämpfte sich dann stark zurück.

Spieldaten im Detail

Aufstellungen

Stuttgart Rebels: Kimi Saffran (Start), Nick Vieregge – Dane Montgomery, Calvin Fischer, Toni Ritter, Alex Blais, Jayden Lammel, Nico Geidl, David Kirchhoff, Matthew Pistilli, Jannik Herm, Jack Bloem, Reagan Poncelet, Florian Renner, Daniel Pronin, Nolan Renke, Fabian Renner, Aleksandrs Kohans, Maik Hess, Emre Yamak, Maxime Bickel, Denis Root

EV Füssen: Timotej Pancur (Start), Cedric Dettlaff – Sandro Mayr, Bauer Neudecker, Julian Straub, Tim Flammann, Jakob Peukert, Nicolas Jentsch, Marek Slavik, Moritz Nerb, Felix Linden, Ivan Petrov, Aaron-Pelle Beslé, Nikita Naumann, Matyas Stransky, Martin Kaaz, Henry Homann

Tore

Stuttgart Rebels: Geidl (43:44, 46:07)

EV Füssen: Straub (31:38), Naumann (44:26), Slavik (65:00/PS)

Strafen

Stuttgart Rebels: 10 Minuten

EV Füssen: 8 Minuten

Zuschauer: 789

Schiedsrichter: Caroline Butt, Michael Klein

Linienrichter: Dominik Fowler, Sven Krumpholz