Unglückliche 4:1 Niederlage beim Tabellenführer
Mit großer Wut nach der Niederlage gegen Erding hat sich die Mannschaft auf den langen Weg nach Selb gemacht. Die Stuttgart Rebels mussten sich beim Tabellenführer Selber Wölfe vor 1.879 Zuschauern in der Netzsch-Arena mit 4:1 geschlagen geben. Trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen und einer starken Leistung über weite Strecken des Spiels blieb den Rebels mit nur 14 mitgereisten Feldspielern am Ende der verdiente Lohn verwehrt. Nick Vieregge stand erneut im Tor der Stuttgarter.
Spielverlauf
Erstes Drittel
Die Rebels starteten mutig in die Partie und zeigten sich von Beginn an präsent. Bereits nach wenigen Augenblicken hatte Alex Blais die erste Großchance des Abends, als er völlig frei vor dem Selber Kasten in Puckbesitz kam. Die Stuttgarter gestalteten das Spiel aktiv mit, trieben den Puck immer wieder über offensive Spielzüge in das Angriffsdrittel und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Nick Vieregge im Tor der Rebels konnte alle gefährlichen Angriffe der Hausherren souverän entschärfen.
Nach 5:35 Minuten fiel dann das erste Tor des Abends für die Gäste. Relativ aus dem Nichts schaffte es Daniel Pronin, die Scheibe einem Selber Verteidiger abzunehmen und eiskalt im 1 gegen 1 gegen den Selber Torhüter zum 0:1 zu verwandeln. Emre Yamak bereitete den Treffer vor. Die Rebels blieben die aktivere Mannschaft und hatten weitere hochkarätige Gelegenheiten, die Führung auszubauen, doch die Abschlüsse gingen knapp am Tor vorbei oder wurden vom Selber Torhüter entschärft.
In der 15:40 Minute fiel dann doch noch der Ausgleich für Selb. Nach einem gewonnenen Bully kam es zu einer sehr wirren Situation vor dem Tor der Stuttgarter mit mehreren Spielern auf dem Boden. Philip Rubin hatte das nötige Spielglück und schob den Puck durch die Beine von Vieregge, als dieser gerade wieder aufstehen wollte, zum 1:1. Erik Nemec und Lukas Valasek bereiteten das Tor vor.
Die erste Strafe des Abends kassierte Jayden Lammel in der 18:57 Minute wegen Stockschlags. Die Heimmannschaft konnte im Powerplay jedoch keinen Treffer erzielen, sodass es mit dem 1:1 in die erste Drittelpause ging. Die Rebels zeigten eine konzentrierte Leistung sowohl in der Verteidigung als auch im Angriff und hätten durchaus höher führen müssen. Die Rebels waren in diesem Drittel die dominierende Mannschaft.
Zweites Drittel
Das Powerplay der Selber aus dem ersten Drittel endete zu Beginn des zweiten Abschnitts glücklicherweise ohne Gegentor. Nach 4 Minuten hatte Jannik Herm eine Riesenchance, als er durch einen Steilpass alleine auf den Selber Torhüter zufuhr, doch er konnte diese 1 gegen 0 Situation nicht nutzen. Es war eine von vielen vergebenen Großchancen der Rebels in diesem Spielabschnitt.
In der 26. Minute zeigte Nick Vieregge einen spektakulären Save. Nachdem der Puck unglücklich auf einen Selber Spieler im freien langen Eck landete, machte sich Vieregge mit einem Hechtsprung lang und schaffte es irgendwie noch mit dem Schläger, den Puck vor dem leeren Tor zu schützen. Die Stuttgarter zeigten weiterhin gute offensive Spielzüge und erarbeiteten sich Chancen, konnten diese aber nicht in Tore ummünzen.
Die Rebels spielten konzentriert und zielführend, kreierten immer wieder gefährliche Situationen vor dem Selber Tor. Nach 34 Minuten hatte der Selber Trainer genug von der Leistung seiner Truppe und zog ein frühes Timeout. Die Stuttgarter blieben die aktivere Mannschaft, doch fehlte es an der nötigen Effizienz im Abschluss.
Knapp 35 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels mussten die Selber eine Strafe ziehen. Max Klughardt kassierte in der 39:25 Minute zwei Minuten wegen Hakens, womit die Rebels mit einem Powerplay ins Schlussdrittel starten würden. Das Drittel war ausgeglichen, auch wenn es die Schussstatistik nicht so dokumentiert.
Drittes Drittel
Während des Powerplays der Rebels zu Beginn des Schlussdrittels versuchten die Stuttgarter, ihre Chancenverwertung zu verbessern. Nach einem Puckverlust konnten die Selber einen gefährlichen Konter starten, doch der Selber Spieler verlor beim Versuch, den Torhüter auszutanzen, die Kontrolle über den Puck. Das Powerplay der Rebels blieb jedoch ohne Torerfolg.
Die Stuttgarter kämpften weiter und erarbeiteten sich gute Möglichkeiten. Doch die schmale Bank mit nur 14 Feldspielern machte sich allmählich bemerkbar. Unmittelbar nach dem Powerbreak fiel dann das 2:1 für Selb in der 48:38 Minute. Nach einem Schuss aufs Tor prallte der Puck am Schoner von Vieregge ab, landete auf dem Slot und wurde dort vom Nachschuss von Philip Rubin reingeschoben. Erik Nemec und Dominik Müller bereiteten das Tor vor. Der mehr als glückliche Führungstreffer.
Die Rebels versuchten weiterhin, offensive Akzente zu setzen und hatten auch im Schlussdrittel noch gute Chancen. In der 51:20 Minute fiel das 3:1 für die Hausherren. Nach einem gewonnenen Bully schaffte es Philip Rubin durch einen schnellen Abschluss, Nick Vieregge zum dritten Mal zu überwinden. Thomas Gauch und Erik Nemec bereiteten Rubins dritten Treffer vor.
Die Rebels gaben nicht auf und starteten weiterhin Angriffe, doch die Kräfte schwanden. Lois Spitzner schob den Puck in der 54:57 Minute zum 4:1 Endstand ins Tor. Christopher Schutz und Richard Gelke bereiteten das Tor vor.
Mit diesem Ergebnis endete eine über weite Strecken starke Partie der Stuttgart Rebels. Trotz zahlreicher hochkarätiger Chancen und guter offensiver Spielzüge fehlte am Ende die nötige Effizienz im Abschluss. Die Rebels haben dem Tabellenführer alles abverlangt. Mit einer adäquaten Chancenverwertung hätte das Spiel beim Tabellenführer durchaus anders ausgehen können.
Spieldaten im Detail
Aufstellungen
Selber Wölfe: Michel Weidekamp (Start), Sebastian Scherer – Max Klughardt, Lois Spitzner, Erik Nemec, Kende Kassay-Kezi, Dominik Müller, Christopher Schutz, Philip Rubin, Thomas Gauch, Jonas Körber, Niko Lahtinen, Felix Bauer, Maximilian Gläßl, Stephan Tramm, Jonas Hördler, Eric Doronin, Daniel Ulrich, Philip Ziesche, Richard Gelke, Patrick Klöpper, Lukas Valasek
Stuttgart Rebels: Nick Vieregge (Start), Erik Eder – Nolan Renke, Florian Renner, Daniel Pronin, Calvin Fischer, Alex Blais, Jayden Lammel, Toni Ritter, Fabian Renner, Nico Geidl, David Kirchhoff, Matthew Pistilli, Jannik Herm, Emre Yamak, Dane Montgomery
Tore
Selber Wölfe: Rubin (15:40, 48:38, 51:20), Spitzner (54:57)
Stuttgart Rebels: Pronin (5:35)
Strafen
Selber Wölfe: 2 Minuten
Stuttgart Rebels: 2 Minuten
Zuschauer: 1.879
Schiedsrichter: Daniel Harrer, Oliver Lohse
Linienrichter: Moritz Bösl, Lukas Herrmann





