Erste Heimniederlage in der saison 25/26
Nach der deutlichen 4:12 Niederlage in Bad Tölz und der knappen 4:7 Niederlage gegeben den SC Riessersee wollten die Rebels vor heimischem Publikum in der Eiswelt Stuttgart erneut zurück in die Erfolgsspur finden. Mit 523 Zuschauern im Rücken und Raphael Rödel im Tor sollte gegen den Deggendorfer SC die Wende gelingen. Weiterhin mussten die Rebels auf Derraugh und Poncelet verzichten.
Spielverlauf
Erstes Drittel
Die Rebels starteten gar nicht so schlecht in die Partie und das Spiel entwickelte sich zunächst auf Augenhöhe. Beide Teams tasteten sich ab, ohne dass eine Mannschaft die Oberhand gewinnen konnte. Zunächst hatten die Rebels eine Großchance in Führung zu gehen. Doch dann folgten zwei Treffer der Gäste relativ unnötig und wie aus dem Nichts: Bereits nach 1:03 Minuten brachte Harrison Roy den Deggendorfer SC mit 0:1 in Führung, vorbereitet von Petr Stloukal und Julian-Maximilian Elsberger. Nur 59 Sekunden später erhöhte Marco Baßler auf 0:2 (2:02), assistiert von Ty Jackson und Dylan Jackson. Wie so oft in dieser Saison fallen die ersten Gegentore zu schnell und zu einfach.
Die Gäste aus Deggendorf blieben bissig und ließen es nicht bei der Zwei-Tore-Führung. Anders als in den letzten Heimspielen gegen Memmingen und Füssen war in dieser Partie klar erkennbar, dass die Deckendorfer die spielbestimmende Mannschaft waren. Jedoch ließen sich die Rebels nicht in ihrem eigenen Drittel festspielen und schafften es immer wieder, Ausbrüche ins Verteidigungsdrittel der Deggendorfer zu starten und sich hier festzusetzen.
Mit dem Powerbreak erhöhten die Gäste erneut den Druck und die Rebels hatten weniger Chancen. Nach einer längeren Verletzungspause eines Deggendorfer Spielers gelang es den Rebels, sich im Angriffsdrittel festzusetzen. Nach einem Bullygewinn war es Fabian Renner mit der Nummer 18, der den Puck zum 1:2 Anschlusstreffer verwandelte (15:41), vorbereitet von Florian Renner und Daniel Pronin. Mit diesem Spielstand und etwas Hoffnung im Gepäck endete das erste Drittel.
Zweites Drittel
Die Rebels kamen deutlich besser aus der Kabine als die Deggendorfer und schafften es phasenweise, die Gäste richtig im eigenen Drittel festzuspielen. Der Vorsatz der Rebels, Strafen zu reduzieren, schien soweit aufzugehen, denn es gab bislang noch keine einzige Strafe. Und trotzdem waren es erneut die Deggendorfer, die das erste Tor im Drittel erzielten: Auf einem der seltenen Konter ins Drittel der Rebels gelang es Ty Jackson, Raphael Rödel zu überwinden und somit den Spielstand auf 1:3 zu erhöhen (28:08), assistiert von Niklas Heinzinger und Ondrej Pozivil.
Doch auch die Rebels blieben nicht chancenlos und konnten sich zunehmend mehr Torchancen herausarbeiten. Nach etwa 30 Minuten gab es dann das erste Powerplay des Abends gegen die Gäste aus Deggendorf (29:16, Harrison Roy wegen Spielverzögerung). Und nur wenige Momente nachdem die Deggendorfer das Powerplay gekillt hatten, zogen sie erneut eine unnötige Strafe (32:29, Niklas Heinzinger wegen Beinstellen), somit ein neues Powerplay für die Rebels. Auch wenn die Rebels nahe dran waren am Tor, so schafften sie es nicht, eines der beiden Powerplays zu nutzen.
Im Gegenzug dazu gab es wenige Augenblicke später die erste Strafe gegen die Rebels, gegen Calvin Fischer wegen Haltens (35:28). Doch wie auch die Deggendorfer zuvor schafften es die Stuttgarter, diese Strafe zu eliminieren. Mit diesem 1:3 Rückstand ging es dann auch in das letzte Drittel des Spiels. Die Unterschiede zeigten sich vor allem in den direkten Duellen: Die vierte Reihe der Rebels gegen die erste Reihe von Deggendorf. Dieses Missmatch wurde zweimal ausgenutzt, weshalb man mit einem 1:3 Rückstand in die Drittelpause ging.
Drittes Drittel
Auf eine recht gute Druckphase der Rebels folgte dann das 1:4 der Deggendorfer (45:22), welches damit erstmal alle Chancen oder Hoffnungen der Stuttgarter erlöschen ließ, das Spiel noch auszugleichen. Torschütze war Julian-Maximilian Elsberger, vorbereitet von Harrison Roy und Ondrej Pozivil. Und um es noch schlimmer zu machen für die Rebels, zogen diese wenige Sekunden nach dem 1:4 eine Strafe wegen Hakens gegen Daniel Pronin (45:34). Dieses Mal konnten die Deggendorfer das Powerplay nutzen und erhöhten nach einer sehenswerten Kombination über Ty Jackson und Dante Hahn durch Dylan Jackson auf 1:5 (46:58).
Was die Rebels auch probierten, außer einem Pfostenschuss wollte nichts ins oder aufs Tor. Ein guter Torhüter von Deggendorf, Sebastian Graf, der am Ende eine Fangquote von beeindruckenden 96,4 Prozent aufweisen konnte, und die eigenen ungenutzten Chancen waren der Unterschied. Effektivität und Abgezocktheit entschieden diese Partie. Wenn man die eigenen Chancen nicht konsequenter nutzt, wird es immer schwer zu gewinnen.
Nach erneuten Strafen gegen Leon Kreps (51:52, Stockschlag) und Nico Geidl (53:01, Beinstellen) mussten die Rebels weiter in Unterzahl agieren. Und dann in Unterzahl gelang es den Deggendorfern doch noch, einen weiteren Treffer zu erzielen: Marcel Pfänder erhöhte zum 1:6 Endstand (58:46) im Powerplay, vorbereitet von Dante Hahn und Ty Jackson. Die letzte Strafe gegen Toni Ritter (58:11, Halten) konnte die Deggendorfer nicht mehr nutzen.
Am Ende kippte die Stimmung der Fans etwas. Individuelle Aussetzer in der eigenen D-Zone, durchwachsene Goalieleistungen und mangelnde Chancenverwertung kosten den Rebels ein durchaus mögliches besseres Ergebnis. Das Team schlägt sich zu oft selbst. Ziele Nach dem vierten Tor war die Messe gelesen, und die Rebels konnten dem sehr effektivem Auftritt der Gäste nichts mehr entgegensetzen.
Spieldaten im Detail
Aufstellungen
Stuttgart Rebels: Raphael Rödel (Start), Erik Eder – Alex Blais, Jayden Lammel, Toni Ritter, Nico Geidl, Aleksandrs Kohans, Nolan Renke, Florian Renner, Daniel Pronin, Calvin Fischer, Colin Schlenker, Fabian Renner, David Kirchhoff, Matthew Pistilli, Jannik Herm, Emre Yamak, Dane Montgomery, Leon Kreps, Denis Root
Deggendorfer SC: Sebastian Graf (Start), Timo Pielmeier – Silvan Heiß, Philipp Wachter, Curtis Leinweber, Ty Jackson, Dylan Jackson, Lars Bergbauer, Julian-Maximilian Elsberger, Niklas Heinzinger, Viktor Buchner, Niklas Pill, Ondrej Pozivil, Marco Baßler, Davin Maus, Harrison Roy, Petr Stloukal, Viktor Skorohodov, Marcel Pfänder, Dante Hahn
Tore
Stuttgart Rebels: F. Renner (15:41)
Deggendorfer SC: Roy (1:03), Baßler (2:02), T. Jackson (28:08), Elsberger (45:22), D. Jackson (46:58), Pfänder (58:46)
Strafen
Stuttgart Rebels: 10 Minuten
Deggendorfer SC: 6 Minuten
Zuschauer: 523
Schiedsrichter: Tim Heffner, Erich Singaitis
Linienrichter: Jannick Schmitt, Sven Krumpholz





