Deutliche 11:0-Auswärtsniederlage in Peiting

Die neue Oberliga-Saison startet für die Stuttgart Rebels alles andere als ermutigend. Beim Auswärtsspiel in Peiting geraten die Rebels früh in Rückstand, kämpfen mit personellen Ausfällen und müssen sich am Ende einem überlegenen Gastgeber mit 0:11 geschlagen geben. Das Beste an diesem Abend war eine beeindruckende Fan-Choreo zum Spielbeginn der mitgereisten ca. 50 Stuttgarter Fans!

Kaum hatte die Partie begonnen, da zeigte sich das hohe Tempo und die Entschlossenheit der Peitinger. Die Hausherren übernahmen sofort die Kontrolle, während die Rebels bemüht waren, defensiv Ordnung zu halten. Nick Jordan Vieregge stand im Tor, unterstützt von den drei Mannheimer „Fölis“ Denis Root, Aleksandrs Kohans und Leon Kreps, die aufgrund von Verletzungen und Ausfällen im Team dringend benötigt wurden.

Bereits nach 1:29 Minuten gelang Sebastian Lassmann nach Vorarbeit von Christian Obu und John MacKinnon durchaus glücklich die 1:0 Führung. Die Rebels versuchten, das Spiel zu stabilisieren, doch nach nur wenigen Minuten folgten zwei unnötige Strafen gegen Nico Geidl und Nolan Renke, die den Hausherren ein 5-gegen-3 ermöglichten. Carson Briere traf nach einem abgefälschten Schuss in der 6. Minute zum 2:0, gefolgt von John MacKinnon (ebenfalls 6. Minute) zum 3:0.

Trotz des frühen Rückstands kämpften die Rebels, setzten Akzente in der Offensive und erarbeiteten sich erste Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Das Powerbreak brachte die Peitinger erneut ins Spiel, und Sebastian Lassmann erhöhte in der 13. Minute auf 4:0 – auch dieser Treffer kam wieder durchaus kurios zu Stande. Das Schussverhältnis zu diesem Zeitpunkt 9:8 für Peiting.

Nach der Drittelpause wechselten die Rebels Nick Vieregge gegen Erik Eder im Tor aus. Die Auswechslung sollte die Mannschaft wohl ein wenig wachrütteln.

Die Stuttgarter nutzten eine Strafe gegen Peiting, um Druck aufzubauen, doch das „gallische Bollwerk“ der Hausherren hielt stand. Kurz darauf folgte eine Doppelstrafe gegen Fabian Renner und Nolan Renke, was die Angriffsphase der Rebels abrupt unterbrach.

Peiting nutzte die Gelegenheit, das Spiel wieder an sich zu reisen. Justin Maylan erzielte in der 30. Minute das 5:0 im Powerplay, nur wenig später erhöhte Thomas Heger auf 6:0 (31:14).

Fabian Weyrich traf mit einem „Blueliner“ zum 7:0 (33.), bevor John MacKinnon in der 34. Minute auf 8:0 stellte. Philipp Markgraf sorgte schließlich für das 9:0 (38.), ein abgefälschter Querpass, der die Stuttgarter Defensive erneut überrumpelte.

Die Rebels kämpften weiterhin, fanden jedoch kein Mittel, die Hausherren ernsthaft unter Druck zu setzen. Chancen durch Dane Montgomery und andere Offensivspieler wurden von der Peitinger Defensive vereitelt. Das zweite Drittel endete 9:0.

Auch im letzten Drittel setzten die Peitinger ihre Dominanz fort. Fast schon Spielbeschreibend rutsche Dane Montgomery einen hohen Puck durch die Hand fiel Markus Czogallik perfekt vor den Schläger, dieser nutzte den Fehler um das 10:0 (45.) einzunetzen.

In der 46. Spielminute verletzte Fabian Renner Justin Maylan durch einen unglücklichen hohen Stock aus dem Spielgeschehen und bekam folgerichtig eine 2+2 Strafe. Auf diesem Wege beste Genesungswünsche an Justin Maylan nach Peiting!

In der 48. Minute eskalierte ein Zweikampf im Torraum, als Leon Kreps und ein Peitinger Spieler nicht mehr voneinander ließen. Die Schiedsrichter verhängte eine fragliche 5+Spieldauerstrafe gegen Matteas Derraugh, sowie zwei-Minuten-Strafen gegen Kreps und Denis Root.

Das 11. Tor fiel in der 50. Minute, erneut durch Sebastian Lassmann, der eine Powerplay-Situation erfolgreich abschloss. In der Schlussphase passierte nichts Zählbares mehr, und die Rebels mussten eine deutliche 0:11-Niederlage hinnehmen.

Die Rebels dürfen mit dem Ergebnis und dem Auftreten nicht zufrieden sein. Auch wenn das Ergebnis deutlich zu hoch ausfiel, haben sich die Stuttgarter die Niederlage selber zuzuschreiben. Eine ähnliche Leistung wie in der Vorbereitung hätte heute wohl zu einem Sieg gereicht. Die Ausfälle der Führungsspieler Matthew Pistilli, Toni Ritter und Reagan Poncelet machten sich deutlich bemerkbar. Die mitgereisten ca. 50 Stuttgarter Fans haben ihren Unmut über die Leistung zurecht Kund getan. Die Peitinger hingegen nutzten konsequent die Geschenke, agierten kalt vor dem Tor und haben sich mit dem Sieg die Tabellenführung erarbeitet.

Spieldaten im Detail

Aufstellungen
EC Peiting: Magg/Steffen (Start) – Gretz, Mayr, Maylan, Holzmann, Markgraf, Briere, Gohlke, Heger, Mackinnon, Weyrich, Obu, Czogallik, Krutsch, Mühlegger, Lassmann

Stuttgart Rebels: Vieregge (Start)/Eder – Renke, Derraugh, Renner, Pronin, Fischer, Blais, Schlenker, Lammel, Montgomery, Root, Kreps, Kohans, Kirchoff, Herm, Yamak

Tore:
EC Peiting: Lassmann (1:29, 12:58, 49:39), Briere (5:04), Mackinnon (5:55, 33:17), Maylan (29:59), Heger (31:14), Weyrich (32:17), Markgraf (37:26), Czogallik (44:08)

Stuttgart Rebels: –

Strafen:
EC Peiting: 14 Minuten
Stuttgart Rebels: 21 Minuten + (20′ Spieldauer)

Zuschauer: 642


Schiedsrichter: Jan Deckert, Thomas Haas
Linienrichter: Christian Höck, Moritz Klauser