Rebels Saison nahezu beendet
Das genaue Ergebnis des heutigen Abends ist im Großen und Ganzen zweitrangig. Während man sich in den vergangenen Wochen gerade noch so auf einen Pre-Playoff-Rang gezittert hatte, hat man in der vergangenen Woche alles daran gesetzt, diesen wieder zu verspielen.
Mit einem Sieg von Füssen über Höchstadt und einer Overtime in Peiting gegen Garmisch rutschen die Stuttgarter auf den 13. Tabellenplatz, ab.
Deggendorf sicherte sich derweil mit einem Last-Minute-Thriller gegen die Memmingen Indians (3:2) die Süd-Meisterschaft. Glückwunsch nach Deggendorf für diese starke Leistung.
Nur mit einem Sieg gegen Bad Tölz am kommenden Freitag und Glück in den anderen Partien ist eine Playoff-Teilnahme noch möglich.
Mit 837 Zuschauern in der BPM Arena Lindau unterlagen die Rebels am Ende mit 6:3.
Spielverlauf
Erstes Drittel
Die Rebels starteten stark in die Partie und schnürten die Islanders zunächst im eigenen Drittel ein. Großchancen blieben dabei jedoch aus, es waren eher Abtastschüsse auf den gegnerischen Torhüter Daniel Filimonow. Das Spiel wendete sich, als nach einem harten Check gegen Alex Blais dieser kurz ausgeknockt im Angriffsdrittel liegenblieb und die entstehende Unterzahl in der Stuttgarter Defensive von Lindau eiskalt ausgenutzt wurde: Leon Sivic traf in der 5:06 Minute zum 1:0, vorbereitet von Marvin Feigl und Marvin Wucher.
Die Rebels fanden in der Folge zunächst schwer ins Spiel, doch dann schnappte sich Jannik Herm die Scheibe, zog von der rechten Seite in den Slot und schloss in den oberen Winkel ab zum 1:1-Ausgleich in der 10:06 Minute, assistiert von Matteas Derraugh. Der Schwung war auf Stuttgarter Seite, und kurz vor Ende des Drittels setzte Dane Montgomery zu einem Sololauf an, überspielte gleich mehrere Lindauer, und am langen Pfosten schlich sich Jayden Lammel davon und verwandelte ins freie Eck zum 1:2 (19:33). David Kirchhoff und Montgomery wurden als Vorlagengeber notiert. Mit einer knappen Führung ging es in die erste Pause.
Lindau war von Beginn an sehr giftig und es wurde abseits des Geschehens und vor den Augen der Schiedsrichter oft über dem Erlaubten „nachgehakt“ ohne dass die Schiedsrichter eingriffen.
Zweites Drittel
Das Mitteldrittel sollte wie schon so oft zum Albtraum für die Rebels werden. David Kirchhoff kassierte in der 23:16 Minute eine 2+2 Strafe wegen hohen Stocks, und Lindau nutzte das erste Powerplay zum Ausgleich: Steffen Tölzer traf in der 25:35 Minute zum 2:2, vorbereitet von Valentin Busch und Lukas Bender. Keine 90 Sekunden später drehten die Islanders die Partie komplett: Erneut war es Tölzer, der in der 26:56 Minute zum 3:2 traf, diesmal mit Vorarbeit von Patrick Raaf-Effertz und Noah Kane. Nick Vieregge hielt die Rebels in dieser Phase mit starken Paraden im Spiel.
Kaum hatten die Rebels das Momentum wieder an sich gezogen und passten sich dem Korperspiel der Islanders an, folgte in der 31:11 Minute die nächste Strafe, diesmal gegen Jayden Lammel wegen Behinderung. Die Rebels überstanden diese Unterzahl, kassierten dann aber in der 38:16 Minute die nächste bittere Strafe: Lammel sah nach einem Late-Hit eine 5 Minuten Strafe. Warum die Islanders bis dahin strafenfrei blieben ist mehr als fraglich. Im folgenden Powerplay ließ Lindau nicht lange auf sich warten: Valentin Busch erhöhte in der 39:29 Minute auf 4:2, mit Vorlagen von Tölzer und Bender, wobei Nick Vieregge beim Schuss auf die Fanghandseite unglücklich daneben griff. Ein bitteres Ende eines zweiten Drittels, das man zu einem erheblichen Teil in Unterzahl gespielt hat.
Drittes Drittel
Nach der Pause kämpften sich die Rebels zurück. Jannik Herm tankte sich durch, legte auf Fabian Renner, der im Doppelpass mit den Schienen des Torhüter den Abschluss fand und in der 44:26 Minute zum 4:3-Anschluss traf. Noch war die Partie nicht entschieden. Doch kurz darauf schlug Lindau eiskalt zu: Lukas Bender hatte freie Bahn und erhöhte in der 47:28 Minute auf 5:3, vorbereitet von Zan Jezovsek und Marvin Feigl. Dem Treffer ging jedoch ein Regelvergehen eines Lindauer Spielers zuvor, das die Schiedsrichter jedoch laufen ließen. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd schwand damit merklich.
In der 55:04 Minute kassierte Lindaus Jezovsek eine Strafe wegen Stockschlags, doch das Powerplay brachte keinen Stuttgarter Treffer. Die Rebels drückten in der Schlussphase mit gezogenem Torhüter auf den Anschlusstreffer. In dieser Phase nahm ein weiterer nicht geahndeter Stockschlag unseren Kapitän Dane Montgomery aus dem Spiel. Nach einem Turnover in der neutralen Zone, vollendete Jezovsek in der 59:18 Minute ins leere Tor zum 6:3-Endstand. Eine Niederlage, die schmerzt, und die die Playoff-Situation der Rebels auf ein Minimum reduziert. Die selbstbewusste Schiedsrichterleistung an diesem Abend hatte das Niveau der Leistungen der Rebels im Dezember. Unseren verletzten Spielern wünschen wir gute Besserung!
Wenn das Team gegen die direkten Konkurrenten die heutige Leistung abgerufen hätten, würden die Rebels nicht in dieser prekären Situation stehen.
Ein großes Dankeschön an die mitgereisten Fans und ein Sorry der Mannschaft an diese, dass nach dem Spiel der Schmerz der Niederlage so groß war, dass man sich nicht bei den Fans für den grandiosen Support bedankt hat!
Spieldaten im Detail
Aufstellungen
EV Lindau Islanders: Daniel Filimonow (Start), Keanu Salmik – Lukas Bender, Fabian Baßler, Steffen Tölzer, Dominik Grafenthin, Noah Kane, Eetu Elo, Damian Schneider, Patrick Raaf-Effertz, Andreas Farny, Robin Wucher, Corvin Wucher, Marcus Marsall, Nicolas Strodel, Marvin Wucher, Marvin Feigl, Leon Sivic, Valentin Busch, Zan Jezovsek
Stuttgart Rebels: Nick Vieregge (Start), Raphael Rödel – David Kirchhoff, Matteas Derraugh, Alex Blais, Nico Geidl, Jack Bloem, Dane Montgomery, Toni Ritter, Jayden Lammel, Elvis Gorontzy-Slack, Reagan Poncelet, Fabian Renner, Jannik Herm, Florian Renner, Calvin Fischer, Ben Holden, Nolan Renke, Emre Yamak
Tore
EV Lindau Islanders: Sivic (05:06), Tölzer (25:35, 26:56), Busch (39:29), Bender (47:28), Jezovsek (59:18)
Stuttgart Rebels: Herm (10:06), Lammel (19:33), F. Renner (44:26)
Strafen
EV Lindau Islanders: 2 Minuten
Stuttgart Rebels: 11 Minuten + 20′ Spieldauer
Zuschauer: 837
Schiedsrichter: Tim Heffner, Maik Blankart
Linienrichter: Tobias Wezel, Tobias Egger





